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Heißer Herbst

Forderung Der Tarifkonflikt bei der Bahn droht sich zu verschärfen. Nach den Streiks der Lokführer-Gewerkschaft GDL versucht seit Montag auch die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ihre Forderungen durchzusetzen. Die EVG verlangte in der ersten Verhandlungsrunde sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro.

Konflikt Der eigentliche Konflikt liegt jedoch wie bei der GDL in der Frage, für wen verhandelt und ein Vertrag abgeschlossen werden kann. Die GDL will auch für Zugbegleiter und Rangierführer zuständig sein. Die EVG dringt auf einen Vertrag für ihre Mitglieder unter den Lokführern. Die Bahn lehnt unterschiedliche Abkommen für die gleiche Berufsgruppe strikt ab.

Erste Runde Die GDL hat wegen der Weigerung der Bahn mit ihr über Zugbegleiter und Rangierführer zu verhandeln, zweimal für je drei Stunden gestreikt und dabei auch die S-Bahn und den Regio-Verkehr lahmgelegt. Insgesamt spricht die Bahn mit EVG und GDL über 160.000 Beschäftigte. Bei der EVG sind 5000 der 20.000 Lokführer organisiert.