E-Commerce

Modehändler Zalando beteiligt Mitarbeiter am Börsengang

Der Berliner Onlinemodehändler Zalando will offenbar bereits am 1. Oktober an die Börse gehen.

Auf diesen Termin liefen die Planungen bei Zalando und den beauftragten Banken zu, schrieb die Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ am Freitag. Der Termin könne sich allerdings auch noch um wenige Tage nach vorne oder hinten verschieben, hieß es unter Berufung auf firmennahe Quellen. Der Onlinehändler wollte die Informationen nicht kommentieren. Bislang hatte Zalando lediglich den Börsengang bis Ende des Jahres angekündigt. Dabei sollen rund zehn Prozent des Unternehmens an den Markt gebracht werden.

Die Zalando-Führung wolle in der kommenden Woche zur Roadshow in Europa und die USA starten, um bei institutionellen Anlegern für die Aktie zu werben, hieß es in der „Textilwirtschaft“ weiter. Zugleich seien bereits Vorbereitungen für ein Bonusaktienprogramm für Zalando-Mitarbeiter angelaufen. Jeder Beschäftigte könne Gratisaktien im Wert von rund 180 Euro bekommen. Bei Aktienkäufen für höhere Summen gewähre Zalando seinen Mitarbeitern Rabatte, hieß es. Zalando beschäftigt mehr als 7500 Menschen, davon über 3000 in Berlin.

Zalando hatte den Börsengang am 3. September offiziell angekündigt. Laut Insidern könnte es um ein Emissionsvolumen von etwa 500 Millionen Euro gehen. In Medienberichten war zuvor von bis zu 750 Millionen die Rede gewesen. Die großen Zalando-Aktionäre wollen an Bord bleiben und bei dem Börsengang keine Aktien verkaufen. Die Haupteigentümer von Zalando sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik mit rund 36 Prozent und die Internetinvestoren Oliver, Marc und Alexander Samwer mit 17 Prozent. Den Samwer-Brüdern gehört die Start-up-Schmiede Rocket Internet, die ebenfalls noch in diesem Jahr an die Börse gehen will.