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Aldi: Infos über Herkunft von Fleisch in Fertigprodukten ++ Bilfinger: Konzern schockiert mit erneuter Gewinnwarnung ++ Investmentbanken: Milliardenbetrüger kommt mit Fußfessel frei

Infos über Herkunft von Fleisch in Fertigprodukten

Der Discounter Aldi will seine Kunden künftig über die Herkunft des Fleisches auch in verarbeiteten Produkten wie Aufschnitt oder Tiefkühlkost informieren. Sie können per QR-Code oder auf einer Aldi-Internetseite nachschauen, aus welchem Land die Tiere stammen, wo sie geschlachtet wurden und wo das Fleisch verarbeitet wurde, wie Aldi Nord und Aldi Süd mitteilten. Damit komme Aldi dem Wunsch seiner Kunden nach mehr transparenter Information nach. Der sogenannte Tracking-Code ist auf der Verpackung abgedruckt – entweder, der Kunde liest ihn per Smartphone ein, oder er gibt eine sieben- bis 23-stellige Kombination aus Buchstaben und Zahlen auf der Internetseite transparenz.aldi-nord.de beziehungsweise herkunft.aldi-sued.de ein.

Konzern schockiert mit erneuter Gewinnwarnung

Nur einen Monat nach dem Rücktritt des Ex-Politikers Roland Koch als Bilfinger-Chef hat der Industriedienstleister noch größere Probleme in der kriselnden Energiesparte offenbart und die Gewinnprognose erneut gesenkt. Interimschef Herbert Bodner erschreckte die Anleger mit der dritten Gewinnwarnung innerhalb kurzer Zeit, nachdem Koch wegen der zweiten Korrektur im August den Hut nehmen musste. Die erneute Prüfung habe einen Rückgang des operativen Gewinns um 80 Millionen Euro auf rund 270 Millionen Euro ergeben. Das liegt nicht nur am Auftragseinbruch durch die Energiewende in Deutschland, sondern auch an hausgemachten Problemen des Konzerns, wie Bodner einräumte.

Milliardenbetrüger kommt mit Fußfessel frei

Nach nur vier Monaten Haft soll der als Milliardenzocker bekannt gewordene Börsenhändler Jérôme Kerviel mit einer elektronischen Fußfessel entlassen werden. Der 37-Jährige komme am Montag auf freien Fuß, gab sein Anwalt in Paris unter Hinweis auf eine Entscheidung des Pariser Berufungsgerichts bekannt. Kerviel hatte im Mai seine dreijährige Haftstrafe angetreten. Der frühere Mitarbeiter der Großbank Société Générale war in zwei Verfahren verurteilt worden, weil er eigenmächtig und skrupellos 4,9 Milliarden Euro verzockte. Wegen Untreue und Manipulation von Computerdaten bekam er drei Jahren Haft, zwei weitere wurden zur Bewährung ausgesetzt.