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Wirtschaft I

Agrarminister: Bessere Lebensbedingungen für Tiere in Landwirtschaft ++ Online-Videodienst: Netflix will auch deutsche Serien produzieren ++ Schulden: Schäuble übt scharfe Kritik an Argentinien ++ Insolvenz: Chinesisches Unternehmen rettet S.A.G. Solarstrom ++ In eigener Sache:

Bessere Lebensbedingungen für Tiere in Landwirtschaft

Mit einer Reihe von Maßnahmen will Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) die Lebensbedingungen von Tieren in der Landwirtschaft verbessern. „Dieses Thema hat für mich Priorität“, sagte Schmidt dem „Tagesspiegel“. Handlungsbedarf sehe er bei Tiertransporten und in der Schweinehaltung, aber auch bei Praktiken wie dem Schnäbelkürzen bei Geflügel oder dem Kupieren der Schwänze bei Ferkeln. Er sei derzeit in „intensiven Gesprächen“ mit Erzeugern, Handel, Tierschutzverbänden und Ökoverbänden. „Ich setze zunächst auf freiwillige Verpflichtungen“, sagte Schmidt.

Netflix will auch deutsche Serien produzieren

Der weltgrößte Online-Videodienst Netflix will nach seinem Start in Deutschland auch eigene deutsche Fernsehserien entwickeln. „Wir werden sicher auch in Deutschland produzieren“, sagte Netflix-Chef Reed Hastings dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Netflix ist ab September auch in Deutschland verfügbar. Das US-Unternehmen hat sich unter anderem mit Serien wie der preisgekrönten Reihe „House of Cards“ einen Namen gemacht und zählt bereits rund 50 Millionen Abonnenten. Vertreter des Unternehmens sind laut „Spiegel“ bereits seit Monaten in Deutschland unterwegs und sprechen mit Rechtehändlern.

Schäuble übt scharfe Kritik an Argentinien

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Argentinien im Schuldenstreit mit Hedgefonds scharf kritisiert. Argentinien sei über Jahrzehnte das „Muster an Unsolidität“ gewesen und sei es immer noch, sagte Schäuble. Angesichts des Konflikts schimpften alle in dem Land auf Hedgefonds und nennen sie „Geierfonds“. Aber die Ursache der Probleme Argentiniens seien nicht die Fonds, sondern das Land selbst. Auch Kritik am Internationalen Währungsfonds (IWF) sei fehl am Platz. Argentinien lebt nach Schäubles Worten seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse, bediene Schulden nicht, sei vom Zahlungsverkehr weitgehend abgeschnitten.

Chinesisches Unternehmen rettet S.A.G. Solarstrom

Die S.A.G. Solarstrom AG in Freiburg ist gerettet. Die chinesische Shunfeng Gruppe habe das operative Geschäft übernommen, teilte das Unternehmen am Wochenende mit. Dazu gehörten auch sämtliche Anlagen der zuletzt in finanzielle Schieflage geratenen S.A.G Solarstrom AG. Der Kaufpreis lag demnach bei 65 Millionen Euro. Die rund 160 Arbeitsplätze in dem Betrieb sollten erhalten bleiben, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Im Rahmen der Wachstumsstrategie würden zudem voraussichtlich neue Jobs entstehen. Auch das Management des Unternehmens bleibe komplett an Bord, hieß es.

In eigener Sache

Liebe Leser, aus technischen Gründen fällt die Geldtabelle heute aus. Sie wird in der morgigen Ausgabe nachgeliefert.