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Verbraucher: Regierung informiert über bargeldloses Bezahlen ++ Übernahme: Amazon schnappt Google Spieleportal Twitch weg ++ Verunreinigung: Morbier-Käse wegen Coli-Bakterien zurückgerufen ++ Verfahren: RWE verklagt Staat wegen Stilllegung von AKW Biblis

Regierung informiert über bargeldloses Bezahlen

Ob im Geschäft nebenan, im Internet oder im Ausland – die Möglichkeiten des bargeldlosen Bezahlens werden immer vielfältiger. Mit einer neuen Broschüre, die das Bundesverbraucherministerium am Montag veröffentlichte, sollen Verbraucher auf den neuesten Stand gebracht werden. Auf 28 Seiten erläutert das Heft das kontaktlose Bezahlen in Geschäften, bei dem Girocard oder Kreditkarte, Handy oder Smartphone kurz vor ein Lesegerät gehalten werden. Auch verschiedene Kreditkartentypen werden näher vorgestellt. Ausführlich erläutert werden auch die verschiedenen Möglichkeiten, beim Einkauf im Internet zu bezahlen. Auf die digitale Währung „Bitcoin“ geht die Broschüre ebenfalls ein.

Amazon schnappt Google Spieleportal Twitch weg

Der Internet-Handelsriese Amazon kauft für knapp eine Milliarde Dollar die Online-Spieleplattform Twitch und sticht damit offenbar den Rivalen Google aus. Die Transaktion soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, wie Amazon am Montagabend mitteilte. Nach Auskunft einer mit dem Deal vertrauten Person hatte auch Google Übernahmegespräche mit Twitch geführt. Für Amazon ist es einer der größten Zukäufe überhaupt. Er unterstreicht zugleich die Ambitionen von Konzernchef Jeff Bezos, auch über das angestammte Handelsgeschäft hinaus zu einem wichtigen Anziehungspunkt im Netz zu werden. Amazon zahlt 970 Millionen Dollar in bar für Twitch.

Morbier-Käse wegen Coli-Bakterien zurückgerufen

Die französische Firma Mont de Joux ruft ihren Morbier-Käse zurück. Wie die Internetseite www.lebensmittelwarnung.de mitteilte, besteht der Verdacht, dass der als halber und ganzer Laib verkaufte Morbier mit Coli-Bakterien kontaminiert ist. Der Hersteller warne vor dem Verzehr und bitte Käufer, das Produkt im Geschäft zurückzugeben. Betroffen sind die Produkte, die vom 28. Juli bis zum 4. August auf dem Markt waren und mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 6. September und dem 14. September gekennzeichnet sind. Coli-Bakterien können zu fieberhaften Magen-Darm-Störungen, möglicherweise mit Blutungen führen.

RWE verklagt Staat wegen Stilllegung von AKW Biblis

Drei Jahre nach der Atomwende geht der Streit zwischen dem Energiekonzern RWE und der Politik in eine neue Runde. Der Versorger reichte am Montag beim Landgericht Essen Schadenersatzklage gegen den Bund und das Land Hessen wegen der dreimonatigen Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis im Jahr 2011 ein. „Mit der Klage wahrt RWE Power die Vermögensinteressen des Unternehmens und seiner Aktionäre“, erklärte der Konzern. Die Schadenersatzhöhe bezifferte er nicht. Schätzungen gehen von mehr als 200 Millionen Euro aus. RWE hatte die Klage Anfang des Jahres angekündigt, nachdem Gerichte die dreimonatige Stilllegung der Biblis-Blöcke A und B für rechtswidrig erklärt hatten.