Fusion

Burger King will Kaffee-Kette in Kanada kaufen

Der amerikanische Fast-Food-Konzern Burger King will die kanadische Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons übernehmen.

Verhandlungen seien bereits angelaufen, teilten die beiden Unternehmen mit. Mit dem Zukauf könnte Burger King seinen Hauptsitz nach Kanada verlegen und so Steuern sparen. Die Unternehmen würden zusammen auf einen Marktwert von rund 18 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Euro) kommen. Davon entfallen etwa 8,4 Milliarden Dollar auf Tim Hortons. Die Rahmenbedingungen für den Zusammenschluss müssten noch ausgehandelt werden, hieß es. Klar ist aber schon, dass die Beteiligungsgesellschaft 3G Capital als bisheriger Burger-King-Hauptaktionär auch die Mehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten will. Den Rest sollen die Anteilseigner von Tim Hortons und die übrigen Burger-King-Aktionäre bekommen. 3G hält 70 Prozent an Burger King.

Gemeinsam brächten es die Firmen auf einen Jahresumsatz von 22 Milliarden Dollar und mehr als 18.000 Läden in rund 100 Ländern. Dabei gingen die Geschäftsmodelle zuletzt auseinander. Tim Hortons baute in seinen 4500 Filialen, schwerpunktmäßig in Nordamerika, das Angebot aus. So konnten die Kanadier im ersten Halbjahr Gewinn und Umsatz im umkämpften Markt steigern. Dagegen läuft bei Burger King ein hartes Sparprogramm. Der Konzern dünnt sein Angebot in den Restaurants aus. Das drückt auf den Umsatz, senkt aber die Kosten und treibt so den Gewinn an. Burger King geht es bei der möglichen Übernahme vor allem um die Aussicht, die eigenen Steuern deutlich zu drücken.