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Widerspruch: Noch keine gerichtliche Entscheidung im Fall „Uber“ ++ Automarkt: China bezichtigt Daimler der Preismanipulation ++ Wachstum: Rezessionsgefahr in Deutschland gestiegen ++ Kontrollen: Großbank UBS schaut Angestellten auf die Finger

Noch keine gerichtliche Entscheidung im Fall „Uber“

Im Streit des Fahrdienstleisters „Uber B.V.“ mit dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Fahrdienste im Land Berlin über eine Smartphone-App zu vermitteln, ist noch keine gerichtliche Entscheidung ergangen. Das machte Stephan Groscurth, Pressesprecher des Verwaltungsrichtes Berlin am Montag klar. Ein Eilantrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung des von Uber eingelegten Widerspruchs sei am Freitag, dem 15. August 2014 beim Gericht eingegangen. Das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten hatte auf gerichtliche Anfrage zugesichert, vor einer Entscheidung des Gerichts von Vollstreckungsmaßnahmen abzusehen.

China bezichtigt Daimler der Preismanipulation

Nach Audi und BMW haben chinesische Kartellwächter auf der Suche nach Preismanipulationen auch Daimler für schuldig befunden. Der deutsche Autobauer habe seine Marktposition ausgenutzt, „um die Preise für Ersatzteile sowie Reparatur- und Wartungsarbeiten in nachgelagerten Märkten zu kontrollieren“, sagte der Leiter der Kartellbehörde in der Provinz Jiangsu, Zhou Gao. Es handle sich um einen typischen Fall. Wie hoch eine mögliche Strafe ausfallen könnte, blieb offen. Daimler lehnte am Montag eine Stellungnahme ab. Audi, größter Oberklasse-Anbieter in China, erklärte sich zur Zahlung einer Strafe bereit, die sich auf 30 Millionen Euro belaufen soll.

Rezessionsgefahr in Deutschland gestiegen

Die Gefahr einer Rezession in Deutschland ist drastisch gestiegen. Die Wahrscheinlichkeit liege inzwischen bei 25,2 Prozent, teilte das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) mit. Im Juli seien es lediglich 7,5 Prozent gewesen. Gleichwohl liege der Indikator noch im „grünen Bereich“ und signalisiere ein geringes Risiko einer Rezession. Erst ab 30 Prozent schaltet die Ampel auf gelb. „Der deutliche Sprung mahnt zur Wachsamkeit“, sagte IMK-Forscherin Sabine Stephan. „Er könnte ein Anhaltspunkt dafür sein, dass die die deutsche Wirtschaft nunmehr in ein unruhiges Fahrwasser mit deutlich erhöhter Unsicherheit gerät.“

Großbank UBS schaut Angestellten auf die Finger

Nach hohen Geldstrafen wegen Regelverstößen durch Mitarbeiter schaut die Schweizer Großbank UBS ihren Angestellten genauer auf die Finger. Der Kreis der Mitarbeiter, die der Personalabteilung einen Auszug aus dem Strafregister und dem Betreibungsregister (Pfändungsregister) vorlegen müssen, wird ausgeweitet, wie ein Sprecher der Bank am Montag bestätigte. Der Schritt sei Teil der Strategie, die Risiken im täglichen Geschäft zu reduzieren. Betroffen sind zusätzlich rund 9000 Mitarbeiter oder etwa 15 Prozent der Belegschaft. Während sich die obere Führungsebene schon bisher einer solchen Überprüfung unterziehen musste, will die Bank nun mehr Informationen von Spezialisten mit Zugang zu sensiblen Informationen.