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Sauberer Schreibtisch: Daimler-Angestellte können Mails im Urlaub löschen ++ Netzwerk: Researchgate hat jetzt schon fünf Millionen Nutzern ++ Riskante Zinswetten: Kommune erzielt Erfolg gegen ehemalige WestLB ++ Bodenschätze: Vor den Kanaren beginnt die Erdölförderung ++ Anti-Monopol-Kampagne: Audi muss in China 30 Millionen Euro zahlen

Daimler-Angestellte können Mails im Urlaub löschen

Funkstille in den Ferien: Nach einer ersten Pilotphase können in diesem Sommer erstmals alle Daimler-Mitarbeiter ihre E-Mails im Urlaub löschen lassen. Beschäftigte des Autobauers sollen so bei ihrer Rückkehr „mit einem sauberen Schreibtisch“ starten, sagte Personalvorstand Wilfried Porth. „Es entsteht kein Stau im elektronischen Postfach. Das ist eine emotionale Entlastung.“ Eine Abwesenheitsnotiz verweist auf den Vertreter. Alle Mitarbeiter mit E-Mail-Postfach können das Angebot nutzen.

Researchgate hat jetzt schon fünf Millionen Nutzern

Fünf Millionen Wissenschaftler nutzen inzwischen das Forschernetzwerk ResearchGate – drei Millionen mehr als noch vor zwei Jahren. ResearchGate wurde im Jahr 2008 von Ijad Madisch gegründet. Im Jahr 2013 investierte Microsoft-Gründer Bill Gates 35 Millionen US-Dollar in das Netzwerk. Monatlich werden zwei Millionen wissenschaftliche Publikationen auf die Plattform hochgeladen. Ihren Sitz hat das Netzwerk in Berlin und Boston.

Kommune erzielt Erfolg gegen ehemalige WestLB

Im Zinsstreit zwischen nordrhein-westfälischen Kommunen und der Nachfolgerin der abgewickelten Landesbank WestLB hat Hückeswagen (Oberbergischer Kreis) einen Erfolg erzielt. Das Oberlandesgericht Köln verurteilte die Erste Abwicklungsgesellschaft (EAA) in zweiter Instanz dazu, der Kommune 1,3 Millionen Euro zurückzuzahlen. Die Stadt hatte mehrere Swap-Verträge abgeschlossen, bei denen auf Zinshöhen und Währungen gewettet wird. Die Verträge entwickelten sich ungünstig für die Stadt.

Vor den Kanaren beginnt die Erdölförderung

Der spanische Mineralölkonzern Repsol darf seine umstrittene Erdölsuche vor den Kanarischen Inseln beginnen. Die Regierung in Madrid erteilte dem Unternehmen die Erlaubnis, im Seegebiet des Atlantiks zwischen den Kanaren und der marokkanischen Küste Probebohrungen vorzunehmen. Dies geht aus einer Entscheidung des Industrieministeriums hervor, die am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Zuvor hatte bereits das Umweltministerium grünes Licht gegeben.

Audi muss in China 30 Millionen Euro zahlen

Audi wird als erster Konzern von Pekings Anti-Monopol-Kampagne bestraft. Der Audi-Verkaufsorganisation werden Verstöße gegen die seit 2008 geltenden Antimonopol-Gesetze vorgeworfen. Konkret habe sie über ihr lokales Händlernetz in Mittelchinas Provinz Hubei überhöhte Ersatzteilpreise kassiert und gegen andere Antimonopolregeln verstoßen. Dafür muss Audi mit dem Partner FAW nun ein Rekordbußgeld von rund 250 Millionen Yuan (etwa 30 Millionen Euro) zahlen, meldete die Pekinger Wirtschaftszeitschrift „21.Century Business Herald“.