Event

Über 100 Gründer bei der Langen Nacht der Start-ups

Bis zu 5000 Gäste werden bei der Langen Nacht der Start-ups erwartet.

Bei dem Event an zwei Standorten, das am 6. September in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom sowie im Ludwig-Erhard-Haus der Industrie- und Handelskammer (IHK) stattfindet, sollen sich mehr als 100 Start-ups präsentieren. Veranstalter ist die Deutsche Telekom gemeinsam mit der IHK, der Investitionsbank Berlin und Berlin Partner. Mehr als 300 Start-ups hatten sich für die Lange Nacht beworben.

Ziel der Veranstaltung ist es, Start-ups mit Investoren und Partnern zu vernetzen. Beim Start-up Barzahlen hat das geklappt. Die bis dahin weitgehend unbekannten Gründer präsentierten ihre Idee des Offlinebezahlens von Onlinekäufen bei der Langen Nacht im vergangenen Jahr. Der damalige Telekom-Chef René Obermann war begeistert und bahnte eine Kooperation an. Seit Juli können in allen Telekom-Filialen Rechnungen ausgewählter Onlineshops bar bezahlt werden, wie Geschäftsführer Florian Swoboda erläutert. Er sagt: „Der Kunde muss im Internet keine sensiblen Finanzdaten angeben und kann sicher ohne Betrugsrisiko einkaufen.“ Nicolai Prüsmann hat diesen Erfolg noch vor sich. Sein Start-up Hoard gehört zu den Firmen, die sich bei der Langen Nacht vorstellen werden. Dieses Unternehmen will ein netzgesteuertes dezentrales Schließfachsystem aufbauen, das die Schlüsselübergabe bei online vermittelten Wohnungen oder Autos vereinfachen soll.

Talente fördern und vernetzen

Während des Tages findet eine Konferenz zu den Themen Partnering, Gründen und Finanzen im Ludwig-Erhard-Haus der IHK statt. Ferner haben Gründer Gelegenheit zum Speeddating mit T-Venture, der Wagniskapitaltochter der Telekom, der Start-up-Schmiede hub:raum, dem High-Tech Gründerfonds und der Investitionsbank. Gründer können ihre Geschäftsidee auf zwei Bühnen in Kurzvorträgen (Pitches) präsentieren. Dabei können sie sich für die Teilnahme am Start-up-Wettbewerb der Pariser Technologiekonferenz LeWeb qualifizieren. Gemeinsam mit der israelischen Botschaft findet das Finale des Wettbewerbs Start Tel Aviv statt. Tickets (5 bzw. 19 Euro) sind unter www.startupnight.de erhältlich.

Die Investitionsbank Berlin will als Förderbank des Landes Berlin Start-ups ihre Instrumente näher bringen. „Wir wollen, dass diese Unternehmen langfristig Arbeitsplätze in Berlin schaffen“, sagte IBB-Vorstand Sonja Kardorf. Die IHK versteht sich als Übersetzer zwischen Start-ups und der traditionellen Wirtschaft. „Unternehmen haben ein großes Interesse zu erkennen, was in Berlin passiert. Sie wollen wissen, ob ihr Geschäftsmodell bedroht ist und ob es möglicherweise Kooperationspartner gibt“, sagte IHK-Geschäftsführer Jan Pörksen. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner und der geplanten Koordinierungsstelle für Start-ups, sieht seine Aufgabe im Vernetzen der Gründer mit Investoren und der Wirtschaft. Berlin Partner wolle Talente fördern.