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Solar: Solon: Anzeige wegen Insolvenzverschleppung ++ Online-Handel: Zalando erkennt Produkte auch per Fotosuche ++ Umfrage: Chefs lehnen kräftige Tariferhöhungen ab ++ Urlaub: Reisekonzern TUI baut Kreuzfahrtgeschäft aus

Solon: Anzeige wegen Insolvenzverschleppung

Betriebsräte des Solarmodulherstellers Solon haben bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung gestellt. Ein Sprecher der Anklagebehörde bestätigte am Montag deren Eingang auf Anfrage. Hintergrund sind nicht gezahlte Gehälter an die Beschäftigten. Es soll sich um eine Summe von rund drei Millionen Euro handeln. Aus dem Betriebsrat hieß es, rund 200 Mitarbeiter hätten für die Monate April bis Juli kein Geld bekommen oder nur geringe Abschlagszahlungen. Der Betrieb von Solon wurde im März eingestellt, für viele Beschäftigte galt aber noch eine Kündigungsfrist bis Ende Juli.

Zalando erkennt Produkte auch per Fotosuche

Der Berliner Online-Versandhändler Zalando testet die Produktsuche per Foto: Die Zalando-App für Apple-Smartphones ermögliche es Kunden seit einigen Tagen, direkt in der Anwendung ein Foto von einem Kleidungsstück zu machen oder ein Bild hochzuladen, um im Sortiment des Unternehmens nach einem entsprechenden Produkt zu suchen, teilte Zalando am Montag mit. Mittels Bilderkennung bekomme der Kunde dann die 30 treffendsten Artikel angezeigt. In den ersten Tagen des Testlaufs seien bereits mehrere tausend Suchanfragen per Foto registriert worden, erklärte Zalando. Zuverlässige Aussagen zu Nutzung und Kauf ließen sich aber erst nach einigen Wochen treffen.

Chefs lehnen kräftige Tariferhöhungen ab

Starke Lohnerhöhungen für die Tarifbeschäftigten stoßen bei den Führungskräften deutscher Unternehmen auf Ablehnung. Bei einer am Montag veröffentlichten Forsa-Umfrage des „Handelsblatts“ zeigte sich eine große Mehrheit (83 Prozent) befremdet über Äußerungen des Bundesbank-Chefs Jens Weidmann und weiterer Währungshüter, die in den vergangenen Tagen kräftige Lohnzuwächse befürwortet hatten. 62 Prozent der mehr als 500 befragten Manager vertraten zudem die Meinung, höhere Lohnabschlüsse seien in Deutschland „derzeit nicht angemessen“. Kämen sie dennoch, erwartet mehr als die Hälfte „größere Schwierigkeiten.“

Reisekonzern TUI baut Kreuzfahrtgeschäft aus

Der Reisekonzern TUI und der Kreuzfahrt-Betreiber Royal Caribbean Cruises bauen ihr Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises aus. Die Schiffsflotte solle bis 2017 auf sechs von aktuell drei Schiffen vergrößert werden, teilte TUI am Montag mit. Die Unternehmen kündigten die Bestellung von zwei neuen Schiffen für die Flotte „Mein Schiff“ an. Ein weiteres sei bereits im Bau. TUI Cruises habe wegen der hohen Nachfrage nach Kreuzfahrten frühzeitig eine Entscheidung für weiteres Wachstum gefällt. Die jetzt neu bestellten zwei Schiffe sollen 2016 und 2017 ausgeliefert werden. Auf den Kreuzfahrtschiffen sollen 2500 Passagiere Platz haben. Gebaut werden sie in der STX Werft im finnischen Turku.