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Start-up: Mobil-Bezahldienst Payleven senkt Gebühren ++ Unternehmen: Teltower Autoversicherer Direct Line wird verkauft ++ Umfrage: Deutsche sehen wachsende Kluft zwischen Arm und Reich ++ Karriere-Netzwerk: Arbeitsvermittlung steigert Umsatz bei LinkedIn

Mobil-Bezahldienst Payleven senkt Gebühren

Im Wettbewerb zwischen den Mobil-Bezahldiensten greift auch der Berliner Anbieter Payleven zu einer Gebührensenkung. Die Abgabe für die Abwicklung von Zahlungen per EC-Karte wird von 2,75 auf 0,95 Prozent der Zahlung reduziert, wie Payleven am Freitag mitteilte. Die Konkurrenten SumUp und iZettle hatten diesen Schritt bereits im vorigen Jahr gemacht. Payleven gab zugleich bekannt, dass jetzt auch Zahlungen per American Express möglich sind und seine Kartenleser künftig auch in den Großhandelsmärkten von Metro erhältlich sein werden. SumUp, iZettle und Payleven bieten Lesegeräte für Smartphones und Tablets an, mit denen kleine Unternehmen Kartenzahlungen annehmen können.

Teltower Autoversicherer Direct Line wird verkauft

Der drittgrößte deutsche Kfz-Direktversicherer Direct Line aus Teltow steht zum Verkauf. Die gleichnamige britische Muttergesellschaft bestätigte am Freitag Pläne, sich von ihren Töchtern in Deutschland und Italien trennen zu wollen. Die beiden Gesellschaften würden zusammen mit rund 370 Millionen Euro bewertet. Eine Entscheidung über den Käufer sei Ende September zu erwarten. Medienberichten zufolge sind unter anderem die Allianz und Talanx interessiert. Die von Teltow aus geführte Deutschland-Tochter hat nach eigenen Angaben nahezu 570.000 Fahrzeuge versichert, liegt aber deutlich hinter dem Marktführer HUK24. Direct Line beschäftigt in Teltow rund 350 Mitarbeiter.

Deutsche sehen wachsende Kluft zwischen Arm und Reich

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt hervorgeht, finden 88 Prozent der Bundesbürger, dass die Unterschiede zwischen Vermögenden und Armen in den vergangenen zehn Jahren „eher größer geworden“ sind. Die Auffassung teilen Menschen egal welchen Alters, Geschlechts oder Einkommens. Selbst wohlhabendere Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 3000 Euro oder mehr im Monat finden, dass die Ungerechtigkeit größer wird.

Arbeitsvermittlung steigert Umsatz bei LinkedIn

Ein wachsendes Geschäft mit der Vermittlung von Arbeitskräften treibt beim Karriere-Netzwerk LinkedIn den Umsatz an. Die Erlöse stiegen im abgelaufenen Quartal um knapp 50 Prozent auf 534 Millionen Dollar, der operative Gewinn um knapp zwei Drittel auf 145 Millionen Dollar. Damit legte LinkedIn – wie zuvor schon Facebook und Twitter – deutlicher zu als erwartet. LinkedIn-Aktien stiegen nachbörslich um 15 Prozent. Die Zahl der Mitglieder bei LinkedIn stieg um rund 20 Millionen auf etwa 300 Millionen. Da die meisten Fachkräfte etwa in den Vereinigten Staaten inzwischen vernetzt sind, erschließt sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder.