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Scout24-Gruppe steht schon wieder zum Verkauf

Gut ein halbes Jahr nach der Übernahme von Scout24 mit seinem Berliner Zugpferd ImmobilienScout24 denkt der Finanzinvestor Hellman & Friedman (H&F) Finanzkreisen zufolge schon wieder an einen Ausstieg.

H&F habe die Vorbereitungen für einen Börsengang angestoßen, der schon Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres stattfinden könnte, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Banken seien aufgefordert worden, Ideen für die Zukunft von Scout24 zu entwickeln.

Der Vorstoß kommt überraschend, da der US-Investor H&F erst zu Jahresbeginn 70 Prozent an Scout24 für rund 1,5 Milliarden Euro von der Deutschen Telekom gekauft hatte. Eigentlich hatten Experten erwartet, dass sich der neue Eigentümer mit dem Ausstieg deutlich länger Zeit lassen würde und den Betreiber von sechs Online-Marktplätzen vorher stärker umbauen würde. Zu Scout24 gehören neben ImmobilienScout24 auch AutoScout24, FriendScout24, FinanceScout24, JobScout24 und TravelScout24 – doch nicht in allen Bereichen gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern. Verkauft wurde die Partnerbörse FriendScout24. Das 1998 in Berlin gegründete Wohnungsportal ImmobilienScout24 beschäftigt in der Hauptstadt 600 Mitarbeiter.

Mit einem schnellen Börsengang wollen sich die Amerikaner die Möglichkeit eröffnen, später einfacher auszusteigen. „Angesichts der hohen Bewertungen an den Börsen will Hellman & Friedman zunächst einen kleinen Anteil an die Börse bringen, um nach und nach weitere Aktien platzieren zu können“, erklärte einer der Insider. Möglich sei der Verkauf von zunächst 20 Prozent. Bei einer Bewertung von zwei Milliarden Euro wären aber auch das mehrere Hundert Millionen Euro. Scout24 und die Deutsche Telekom, der noch 39 Prozent gehören, wollten sich nicht zu den Informationen äußern. Als Börsenkandidat gilt auch der Berliner Scout-Rivale Axel Springer Digital Classi