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Osram will auch in Berlin massiv Stellen streichen

Der Lichttechnik-Hersteller Osram will weltweit rund 7800 Stellen streichen – davon etwa 1700 in Deutschland.

Dies teilte das Unternehmen am Dienstagabend nach einer Vorstandssitzung in München mit. Insgesamt 6100 Jobs sollen im Ausland abgebaut werden. Vor allem die Standorte Berlin und Augsburg dürften von den Maßnahmen betroffen sein. In Berlin beschäftigte das Unternehmen Ende 2013 knapp 1400 Mitarbeiter.

Die Kürzungen infolge des Umbaus träfen vor allem die Fabrikation traditioneller Leuchtmittel, den Vertrieb und die Verwaltung. Sie sollen von 2015 bis 2017 umgesetzt werden und „nach Möglichkeit sozialverträglich erfolgen“, kündigte das Unternehmen an. Zuletzt beschäftigte Osram insgesamt gut 35.000 Menschen.

Ziel sei es, bis Ende 2017 die Kosten dauerhaft um 260 Millionen Euro zu senken. Die beschlossenen Schritte sollen nach Beratungen mit den Arbeitnehmer-Vertretern in Angriff genommen werden. Die neue Sparrunde bei der früheren Siemens-Tochter hatte sich bereits angedeutet. Konzernchef Wolfgang Dehen hatte einen Stellenabbau angekündigt, ohne bisher aber konkrete Zahlen zu nennen.

Umsatz gesunken

Bereits am Dienstagabend nannte Osram auch Eckdaten zum dritten Geschäftsquartal. Der Umsatz sank den vorläufigen Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht von rund 1,28 auf 1,20 Milliarden Euro. Zugleich stieg das Ergebnis vor Steuern von 42 auf 67 Millionen Euro. Nach Steuern blieben Osram 44 Millionen Euro – nach 14 Millionen im dritten Geschäftsquartal 2013.

Die hohen Rückgänge in der traditionellen Sparte Allgemeinbeleuchtung seien durch „beträchtliche Zuwächse“ bei Produkten mit LED-Technik insgesamt fast ausgeglichen worden, teilte Osram mit. „Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen sind jetzt zusätzliche Maßnahmen notwendig, um unsere Stellung als führender Lichthersteller langfristig zu sichern“, sagte Dehen. Bei einer Telefonkonferenz will das Unternehmen Osram am Mittwochvormittag weitere Details bekanntgeben.