Nachrichten

Wirtschaft

Gericht: Kooperation von Amazon und Schulförderverein verboten ++ Dienstleistungen: Ebay will Auto-Reparatur online anbieten ++ Hochhaus: Londoner Wahrzeichen „Gherkin“ steht zum Verkauf ++ Niederlassungen: Daimler will mehr Autohäuser verkaufen

Kooperation von Amazon und Schulförderverein verboten

Der Internet-Händler Amazon darf nach einem Urteil des Berliner Landgerichts Schulfördervereinen für die Vermittlung von Buchkäufern keine Provisionen mehr zahlen. Derartige Marketing-Kooperationen verstießen gegen das Gesetz über die Preisbindung für Bücher, hieß es in der Begründung des Urteils, das der Börsenverein des Deutschen Buchhandels angestrengt hatte (Az. 101 O 55/13). Im fraglichen Fall hatte der Förderverein eines Berliner Gymnasiums bei Amazon eine Verkaufsunterseite, die über seine Homepage erreichbar war. Bei Schulbuchbestellungen gab es Gutschriften von bis zu sieben Prozent des Bestellwerts, die dem Förderverein zuflossen.

Ebay will Auto-Reparatur online anbieten

Ebay will versuchen, passend zum Verkauf von Auto-Ersatzteilen auch entsprechende Auto-Reparatur-Dienste online anzubieten. Das erklärte Devin Wenig, Präsident des Marketplace-Geschäftszweiges, in einem Interview mit Bloomberg News. „Ebay wird in diesem Herbst in ein paar US-Städten einen kleinen Test“ für die Bereitstellung von Mechaniker- Dienstleistungen starten, erklärte er. Details zu dem neuen Angebot wollte er noch nicht nennen. Der Plan deutet an, dass Ebay vom Boom bei Online-Diensten und Sharing-Apps profitieren will. Firmen wie Uber Technologies und Airbnb haben bereits Internet-Märkte für Angebote von Fahrdiensten und Unterkünften geschaffen.

Londoner Wahrzeichen „Gherkin“ steht zum Verkauf

Das berühmte Londoner Hochhaus „Gherkin“, zu deutsch „Gurke“, steht für 650 Millionen Pfund (821 Millionen Euro) zum Verkauf. Vor Jahresende solle das im Jahr 2004 eröffnete Wahrzeichen einen neuen Besitzer bekommen, kündigte die Immobiliengesellschaft Savills an, die mit dem Beratungsunternehmen Deloitte beauftragt worden war, das unter Zwangsverwaltung stehende Hochhaus zu veräußern. Erwartet würden Gebote „aus allen Ecken der Welt“, kündigte Savills an. Das „Gherkin“ ist zu einem Wahrzeichen für den Finanzdistrikt geworden. Weitere Berühmtheit erlangte das Gebäude durch mehrere Filme, darunter das Zauberer-Abenteuer „Harry Potter und der Halbblutprinz.“

Daimler will mehr Autohäuser verkaufen

Der Autobauer Daimler setzt bei mehr Autohäusern und Werkstätten den Rotstift an als bisher bekannt. Zugleich kommt das Unternehmen den betroffenen Mitarbeitern entgegen. Wie eine Daimler-Sprecherin sagte, sollen 56 von insgesamt 158 Autohäusern und Werkstätten konzerneigener Niederlassungen veräußert werden. Ursprünglich war von 36 Standorten die Rede gewesen. Daimler stellt sein konzerneigenes Niederlassungsnetz mit Blick auf seine Profitabilität derzeit auf den Prüfstand. Bestehende Niederlassungen sollen ab Januar 2015 zu regionalen Betriebsverbünden zusammengefasst werden. Zuletzt arbeiteten dort 15.000 Menschen.