Kriminalität

Schweizer Bank UBS soll bei Steuerbetrug geholfen haben

Die Schweizer Großbank UBS soll vermögenden Kunden aus Frankreich aktiv bei der Hinterziehung von Steuern geholfen haben.

Pariser Ermittler weiteten nach Angaben vom Mittwoch ein bereits länger laufendes Ermittlungsverfahren gegen das Institut aus. Sie streben nun nicht nur eine Anklage wegen illegaler Anwerbung von Kunden, sondern auch wegen Geldwäsche in Zusammenhang mit Steuerhinterziehung an. Um Geldflüsse zwischen Frankreich und der Schweiz zu verschleiern, wurde nach Erkenntnissen der Justiz ein spezielles Buchführungssystem aufgebaut.

Bis zur Klärung der Vorwürfe soll die UBS nun eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Ermittler ein Anklageverfahren wegen illegaler Anwerbung von Kunden eingeleitet und 2,9 Millionen Euro Kaution von der UBS gefordert. Die Bank kündigte gegen die Milliarden-Kaution umgehend Einspruch an.

Neben der französischen Justiz haben auch deutsche und belgische Fahnder die UBS im Visier. Die Staatsanwaltschaft Bochum ließ bereits anhand von Daten einer angekauften Steuer-CD Filialen der Großbank durchsuchen. Gegen einen führen Mitarbeiter in Belgien wird unter anderem wegen Straftaten wie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäschesowie schwere, organisierte Steuerhinterziehung ermittelt.