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Soziale Netzwerke: Facebook versucht sich als Notizbuch ++ USA: Senat erhebt Vorwürfe gegen Deutsche Bank ++ Gericht: Umsatzsteuer für Geldspielgeräte rechtmäßig ++ Fast-Food: Deutsche zögern beim Gang zu McDonald's

Facebook versucht sich als Notizbuch

Facebook erweitert sein Dienste-Angebot und will für seine Mitglieder jetzt auch eine Art Notizbuch werden. Das Online-Netzwerk bietet künftig die Möglichkeit, Internet-Links sowie Verweise auf Filme, Videos, Songs oder Orte zur späteren Verwendung zu speichern. Die gesicherten Informationen sind standardmäßig nur für den Nutzer selbst sichtbar, können aber auch geteilt werden, erklärte Facebook. Ähnliche Speicher-Ablagen bieten Online-Dienste wie Instapaper, Pocket oder Evernote sowie etwa bei Restaurants spezialisierte Anbieter wie Foursquare oder Yelp. Facebook-Mitglieder hätten mit dem Dienst einen Grund weniger, die Plattform des Online-Netzwerks zu verlassen.

Senat erhebt Vorwürfe gegen Deutsche Bank

Die Deutsche Bank und die britische Großbank Barclays haben sich weiteren Ärger mit der US-Politik eingefangen. Ein Bericht des US-Senats wirft den beiden Instituten vor, die Spielräume der US-Steuergesetzgebung voll ausgeschöpft zu haben, um Hedgefonds bei der Vermeidung von Steuerzahlungen von mehreren Milliarden Dollar zu helfen. Verstöße gegen US-Gesetze konnte die Untersuchung aber nicht herausfinden, sagte der Vorsitzende des ständigen Untersuchungsausschusses, der Demokrat Carl Levin, vor der Presse in Washington. Eine Deutsche-Bank-Sprecherin betonte, dass sich das Geldhaus stets im Rahmen der Gesetze bewegt habe.

Umsatzsteuer für Geldspielgeräte rechtmäßig

Auf Automatenspiele mit Gewinnmöglichkeit darf Umsatzsteuer erhoben werden. Das entschied das Finanzgericht Hamburg nach Angaben vom Dienstag und wies damit die Klage einer Firma ab, die solche Geldspielgeräte betrieb. Neben der Spielvergnügungssteuer sollte die Firma Umsatzsteuer zahlen. Sie war aber der Auffassung, dass die Mehrwertsteuer-Richtlinie der Europäischen Union solche Spielgeräte von der Umsatzsteuer befreit. Dem widersprachen die Hamburger Richter, die eine Revision nicht zuließen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, weil die Firma dagegen noch Beschwerde beim Bundesfinanzhof erheben kann (Az.: 3 K 207/13).

Deutsche zögern beim Gang zu McDonald's

Die Liebe der Deutschen zu McDonald's hat sich abgekühlt. Die Fast-Food-Kette stellte auch im zweiten Quartal eine „anhaltende Schwäche“ hierzulande fest, ohne bei der Vorlage der weltweiten Geschäftszahlen genauer darauf einzugehen. In Europa insgesamt schrumpften die Verkäufe in den Filialen um ein Prozent. McDonald's kämpft schon seit geraumer Zeit mit mageren Geschäften in vielen etablierten Märkten, wohingegen das US-Unternehmen in Ländern wie China wächst. Weltweit stieg der Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro). Der Gewinn schrumpfte um ein Prozent auf unterm Strich 1,4 Milliarden Dollar.