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Soziale Netzwerke: Twitter stärkt Vermarktung der Werbung in Deutschland ++ Versicherung: Durchsuchungen bei Debeka-Mitarbeitern ++ Fahrzeuge: Airbag-Probleme: BMW ruft 1,6 Millionen Autos zurück ++ Medien: Neuer Investor steigt bei Weltbild-Verlag ein

Twitter stärkt Vermarktung der Werbung in Deutschland

Das Online-Netzwerk Twitter will mehr Werbekunden in Deutschland gewinnen. Dazu will Twitter ab August eine eigene Vermarktungsabteilung aufbauen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Leitung des Teams übernimmt Thomas de Buhr, der ab August Chef von Twitter Deutschland wird. Twitter widersprach Berichten, dass das Unternehmen damit seinen Deutschlandsitz von Berlin nach Hamburg verlegen wolle. „Ein Umzug nach Hamburg wird nicht stattfinden“, erklärte daraufhin Rowan Barnett von Twitter Deutschland. Wo das geplante Vermarktungsteam seinen Sitz haben werde, „wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben“.

Durchsuchungen bei Debeka-Mitarbeitern

Im Zuge der Bestechungsvorwürfe gegen Mitarbeiter der Debeka-Versicherung haben Polizisten 24 Büros oder Privatobjekte in mehreren Bundesländern durchsucht. Die Aktion am Mittwoch fand in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und dem Saarland statt, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz mit. Seit Monaten wird gegen unbekannte Mitarbeiter der Debeka und der öffentlichen Verwaltung ermittelt. Nun wurden Verfahren gegen neun Beschäftigte des Unternehmens und fünf Angehörige des öffentlichen Dienstes eingeleitet. Die Beschäftigten sollen Beamte bestochen haben, um an Daten angehender Beamter zu kommen.

Airbag-Probleme: BMW ruft 1,6 Millionen Autos zurück

BMW ruft weltweit 1,6 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit dem Beifahrer-Airbag zurück. Die Maßnahme betreffe 3er-Modelle der Baujahre 1999 bis 2006 und sei eine Ausweitung des Rückrufs von 240.000 Fahrzeugen im vergangenen Jahr, teilte der Münchener Konzern am Mittwoch mit. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da es bei Konkurrenten, die dasselbe Airbag-System verbaut hatten, in seltenen Fällen Probleme gegeben habe. Bisher seien BMW-Fahrzeuge davon nicht betroffen gewesen, hieß es weiter. In den vergangenen Monaten hatte es bereits eine Vielzahl von Rückrufaktionen mehrerer großer Automobilproduzenten gegeben.

Neuer Investor steigt bei Weltbild-Verlag ein

Der angeschlagene katholische Weltbild-Verlag soll von der Düsseldorfer Droege Group und nicht vom Münchner Finanzinvestor Paragon übernommen werden. Das Familienunternehmen werde eine Kapitalerhöhung zeichnen und 60 Prozent der Weltbild-Anteile halten, kündigte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Mittwoch in Augsburg an. Zunächst solle es bei der vorgesehenen Schließung von 53 der 220 Filialen bleiben, hieß es. Über den Wegfall weiterer 20 Filialen werde zwischen Management, Insolvenzverwalter und Betriebsrat verhandelt, sagte Geiwitz. Der Insolvenzverwalter soll stellvertretend für die Gläubiger 40 Prozent der Weltbild-Anteile halten.