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Bundesnetzagentur: Portoerhöhung eher unwahrscheinlich ++ Telekommunikation: Chinesische Expertin: iPhone erforscht Staatsgeheimnisse ++ Armut: OECD: Ungleichheit hat sich verschärft ++ Pharma: Merck prüft mittelgroße Übernahmekandidaten

Portoerhöhung eher unwahrscheinlich

Die Bundesnetzagentur gibt einer Erhöhung des Briefportos durch die Deutsche Post im kommenden Jahr wenig Chancen. „Nach meiner Einschätzung ist der Spielraum für eine sinnvolle Preismaßnahme viel zu gering, es sei denn, die Post senkt die Porti für andere Sendungsformate“, sagte der Chef der Behörde, Jochen Homann, der „Rheinischen Post“. Der Konzern darf das Porto von zurzeit 60 Cent um etwas weniger als die Teuerungsrate erhöhen, muss dies aber vorher bei der Bundesnetzagentur beantragen.

Chinesische Expertin: iPhone erforscht Staatsgeheimnisse

Das chinesische Staatsfernsehen hat erneut den US-Technologiegiganten Apple attackiert. In einer Sendung erklärte eine Expertin für Internetsicherheit, das iPhone sei eine Bedrohung für die nationale Sicherheit. Ma Ding, Direktorin des Instituts für Internetsicherheit in Peking, sagte dem Sender CCTV, die iPhone-Funktion ‚Häufige Orte‘ sammele „extrem sensible Daten“ ihrer Nutzer. Die so von Millionen chinesischer iPhone-Besitzer gesammelten Daten verrieten Information über das Leben in China – „anders gesagt: Staatsgeheimnisse“, sagte Ma.

OECD: Ungleichheit hat sich verschärft

Die Industriestaaten-Organisation OECD warnt vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Nach den Worten von OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria hat sich das Problem seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise massiv verschärft. „In den ersten drei Krisenjahren nahm die Ungleichheit stärker zu als in den zwölf Jahren zuvor“, sagte er der „WirtschaftsWoche“. In Deutschland hält Gurria die Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro für sinnvoll. „Er wird die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nicht gefährden“, sagte er.

Merck prüft mittelgroße Übernahmekandidaten

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hält nach Übernahmen Ausschau. „Wir sind offen für mittelgroße Akquisitionen. Das trifft nicht nur auf die Spezialitätenpharma zu, sondern auch auf die übrigen drei Sparten von Merck“, sagte Pharmachef Stefan Oschmann der Schweizer Zeitschrift „Finanz und Wirtschaft“. Merck wolle sich in den Bereichen Onkologie und Immunologie verstärken. „Einen ganz großen Biotech-Wettbewerber oder Pharmakonzern können und wollen wir nicht übernehmen“, schränkte Oschmann aber ein. Auch im Geschäft mit nicht rezeptpflichtigen Medikamenten seien keine größeren Zukäufe geplant.