Urteil

Bonduelle muss 30 Millionen Euro für Pilz-Kartell zahlen

Der französische Lebensmittelhersteller Bonduelle soll wegen eines Kartells für Pilzkonserven rund 30 Millionen Euro Strafe zahlen.

An dem illegalen Zusammenschluss waren außerdem die niederländischen Unternehmen Lutèce und Prochamp beteiligt, wie die EU-Kommission mitteilte. Prochamp soll demnach gut zwei Millionen Euro zahlen, Lutèce dagegen nichts, weil es das Kartell selbst bei der Behörde angezeigt hatte.

Die drei Firmen hatten laut EU zwischen 2010 und Anfang 2012 zum Beispiel Angaben über Ausschreibungen ausgetauscht und Mindestpreise für ihre Abnehmer festgesetzt. „Über ein Jahr lang war der Verkauf an den Einzelhandel in ganz Europa Gegenstand von Absprachen. Potenziell könnten alle europäischen Verbraucher von diesem Kartell betroffen sein“, erklärte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Bei der Strafhöhe wurde die Größe der Firmen berücksichtigt. Die EU-Kommission untersucht neben einzelnen Fällen auch die Wettbewerbssituation bei Nahrungsmitteln insgesamt.