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Wünsche und Vorlieben

Deutschland Grundsätzlich sind die Düfte in Westeuropa weniger aufdringlich, sie dürfen fast klinisch riechen. Eine angesagte Duftrichtung ist Aloe Vera. Deutsche Frauen nehmen schon einmal Männerdüfte, das gibt es sonst kaum in Europa. Und die Deutschen haben es im Badezimmer eilig: Fünf bis 15 Minuten sind für die Dusche im Durchschnitt ausreichend – keine andere Nation, für die Zahlen verfügbar sind, nimmt sich so wenig Zeit.

Japan Die Japanerin braucht ungefähr 100 Striche mit dem Mascara-Stift, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden ist. Der deutschen Frau reichen zirka 50 Bürstenstriche über die Wimpern. Die Folge: In Japan muss die Wimperntusche in der Konsistenz mehr einem Gel ähneln, in Deutschland kann sie sich wie eine Creme anfühlen.

Fernost In manchen Ländern haben sich Hausmittel gehalten: Ingwer als Substanz in Kosmetik in China oder Rosenwasser als Duftzusatz in Indien. In Thailand wiederum schätzen Frauen Bier als Zusatz für mehr Glanz im Haar. Grundsätzlich gilt: In Ländern mit Menschen dunkler Hautfarbe wird Kosmetik mit aufhellender Wirkung gewünscht. In Indien sind daher sogenannte Whitening-Produkte angesagt, vor allem bei Männern aus der aufstrebenden Mittelschicht. „Asiaten experimentieren mehr“, sagt eine Kosmetikmanagerin. Chinesische Männer färben sich die Haare. Der Chinese gilt als potent und vital, wenn er schwarze Haarfarbe trägt.

Russland Russische Frauen lieben Weiblichkeit: Düfte dürfen ausgeprägt und verführerisch sein. Ein Beiersdorf-Mann beschreibt die Wünsche als „Beerenduft“, der erdig sein kann und auch Insekten anlocken würde. Russinnen sind Weltmeisterinnen im Bad: Sie verbringen 37 Minuten pro Tag mit Gesichtspflege und -reinigung. Männer in Russland mögen dagegen Rasierdüfte, die durchaus nach Alkohol riechen können.

Brasilien In Brasilien sind Unisex-Produkte üblich. Brasilianische Frauen mögen andere Düfte als Europäerinnen: Parfums oder auch Cremes sollten nach Blumen riechen, aber natürlich und leicht sein. Auch sind in Brasilien die Haare der Frauen anders als in Europa – nämlich lockiger und kräftiger. Um die Haarpracht zu bändigen, nehmen Brasilianerinnen nach dem Shampoo oft einen Conditioner – der dazu eigentlich nicht gedacht ist – und spülen ihn nicht wieder aus.

England und Frankreich Briten mögen Zitrusdüfte. Und bei den Männern darf das Rasierwasser kräftig auf der Haut brennen. Französinnen bevorzugen Gerüche, die an die Kräuter der Provence erinnern. In beiden Ländern sind Tücher zur Gesichtspflege beliebt – was in Deutschland nicht ankommt.