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Online-Filmverleih: Telekom verhandelt mit Netflix über Partnerschaft ++ Verkehr: Rewe verkauft gut eine Million Bahn-Tickethefte ++ Kurznachrichten: Twitter kauft Fernseh-Schnipsel-Dienst ++ Bundesgerichtshof: Noch kein Urteil im Streit um die Farbe Gelb

Telekom verhandelt mit Netflix über Partnerschaft

Die Deutsche Telekom verhandelt einem Bericht zufolge mit dem weltgrößten Online-Videodienst Netflix über eine Partnerschaft. Die Telekom wolle beim Marktstart von Netflix in Deutschland, der bis zum Jahresende geplant ist, mit dem US-Unternehmen zusammenarbeiten, berichtet das „Manager Magazin“. Die Gespräche über eine Partnerschaft bei der Vermarktung seien bereits weit gediehen, einen Abschluss gebe es aber noch nicht. Ein Telekom-Sprecher habe sich nicht zu dem Thema äußern wollen. Netflix bietet seinen Kunden zahlreiche Filme und TV-Serien an, die nach Abschluss eines Abonnements unbegrenzt via Internet abgespielt werden können.

Rewe verkauft gut eine Million Bahn-Tickethefte

Die Deutsche Bahn verkauft von Montag an bei der Supermarktkette Rewe Tickets. In allen 3300 Filialen gebe es für jeweils 79 Euro gut eine Million Tickethefte mit zwei Fahrkarten für beliebig weite Strecken durch Deutschland, teilte die Deutsche Bahn am Freitag in Berlin mit. Die Tickets können demnach bis zum 31. August an allen Wochentagen außer freitags eingelöst werden und gelten für Fahrten in der zweiten Klasse. Sie können nach vorheriger Platzreservierung auch für innerdeutsche Verbindungen mit dem IC Bus genutzt werden. Ein Kunde kann höchstens fünf Fahrkartenhefte kaufen. Die Deutsche Bahn hat bereits in der Vergangenheit in Supermarktketten Tickets angeboten.

Twitter kauft Fernseh-Schnipsel-Dienst

Der Online-Kurznachrichtendienst Twitter hat das Start-up SnappyTV gekauft, mit dem Nutzer Ausschnitte aus Fernsehsendungen bearbeiten und verschicken können. Einzelheiten wie etwa die Kaufsumme teilten die beiden Unternehmen nicht mit. SnappyTV gibt es seit 2010; die Firma arbeitet bereits mit Twitter zusammen. Twitter wolle den Dienst noch weiter verbessern und enger einbinden. SnappyTV soll den Angaben zufolge aber für andere soziale Netzwerke nutzbar bleiben. Twitter ist seit Beginn des Jahres auf Einkaufstour: Der Kurznachrichtendienst übernahm insbesondere Firmen, die Werbung in sozialen Medien platzieren.

Noch kein Urteil im Streit um die Farbe Gelb

Ob die Konkurrenz von Wörterbuchverlag Langenscheidt ungestraft die Farbe Gelb verwenden darf, bleibt vorerst ungeklärt: Nach seiner Verhandlung über diese Frage, will der Bundesgerichtshof (BGH) ein Urteil erst im September verkünden. Das teilte das Gericht am Freitag mit. Dem BGH liegt eine Klage Langenscheidts gegen seinen Konkurrenten Rosetta Stone vor. Rosetta verwendet beim Internetauftritt, in der Werbung und für Kartonverpackungen einen gelben Farbton. Langenscheidt hat sich 2010 die Farbmarke Gelb für seine zweisprachigen Wörterbücher in Printform eintragen lassen und macht eine Verletzung seiner Markenrechte geltend.