Fluggesellschaften

Großkunde Emirates stoppt Bestellung des Airbus A350

Rückschlag für Airbus beim Hoffnungsträger A350: Kurz vor dem Marktstart des Langstreckenfliegers stornierte die arabische Fluggesellschaft Emirates ihre Bestellung über 70 Jets des Typs, wie der europäische Flugzeugbauer am Mittwoch mitteilte.

Das entspricht neun Prozent des Auftragsbuchs für die neue Maschine, deren Entwicklung rund 15 Milliarden Dollar verschlungen hat. Die rasant wachsende Airline aus Dubai habe die Stornierung mit einer Überprüfung des Flottenbedarfs begründet, sagte Airbus. Emirates schielt seit Längerem vor allem auf den größeren Jumbo A380. Von diesem hatte die Fluggesellschaft im November überraschend 50 zusätzliche Modelle bestellt. Airbus versuchte, die Anleger zu beruhigen: Ein halbes Jahr vor dem geplanten Auslieferungsbeginn stünden weiter 742 verbindliche Bestellungen in den Auftragsbüchern.

Auch bei Lufthansa kommen nun alle Flugzeugbestellungen auf den Prüfstand. Die Airline schockierte am Mittwoch die Märkte mit einer Gewinnwarnung für das laufende und das kommende Jahr für sein Kerngeschäft. Statt der bisher vorhergesagten 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro werde für 2014 nun ein operatives Ergebnis von rund einer Milliarde Euro erwartet, teilte die Lufthansa mit. Für 2015 senkte der Dax-Konzern seine Erwartung für das Ergebnis im Kerngeschäft von 2,65 Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro. Gründe seien eine schwächer als erwartete Umsatzentwicklung im Passagier- und Frachtgeschäft sowie Streiks. Die Aktie verlor zeitweise zwölf Prozent.