E-Commerce

Amazon liefert zur Violine bald auch die Musiklehrer

Schon heute kann man bei Amazon fast alles kaufen, vom Fernseher, über das Bügeleisen und die Couchgarnitur, dem teuren Gemälde bis zu Lebensmitteln.

Dem umtriebigen Konzernchef Jeff Bezos reicht das noch nicht. Schon bald will er laut Medienberichten in einen neuen Markt vordringen: Amazon soll künftig auch Dienstleistungen wie Handwerksdienste oder Reitstunden vermitteln. Das Unternehmen kommentiert das Marktgerücht nicht.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters will Amazon das geplante neue Angebot erst in einem oder mehreren lokalen Märkten testen, bevor es US- oder weltweit ausgerollt wird. Bis deutsche Kunden einen Babysitter bei Amazon bestellen können, dürfte es also noch eine Weile dauern.

Ähnlich war der Online-Händler auch verfahren, als er seinen Lebensmittelbringdienst Amazon Fresh startete. Den gab es zunächst nur in Seattle, bevor er 2013 auf San Francisco und Los Angeles ausgeweitet wurde. Eine landesweite Expansion steht für den Online-Supermarkt noch aus.

Als Quellen für das Gerücht nennt Reuters mehrere Dienstleistungsunternehmen sowie Startups in Seattle und San Francisco, zu denen Amazon in den vergangenen Monaten Kontakt aufgenommen habe. Dabei handelt es sich um Firmen, die über das Internet oder mobile Geräte Kunden und Anbieter zusammenbringen. Mindestens eines der Start-ups konzentriert sich auf Handwerksarbeiten. Andere haben ein breiteres Angebot, das auch Massagen und Friseure umfasst.

Amazon-Chef Bezos selbst war erst im Mai bei dem Startup Pro.com mit seinem Privatvermögen eingestiegen. Die Firma aus Seattle hilft Kunden auf der Suche nach dem passenden Handwerker.