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Fluglinie: Air Berlin bekommt neuen Chief Operating Officer ++ Leica: Kamerahersteller bezieht neue Zentrale in Wetzlar ++ Studio Babelsberg: Keine Dividende, um das Kapital zu erhöhen ++ Hewlett-Packard: Weitere 16.000 Stellen sollen wegfallen

Air Berlin bekommt neuen Chief Operating Officer

Führungswechsel bei Air Berlin: Ab August wird Helmut Weixler die Position des Chief Operating Officer (COO) bei der angeschlagenen Fluglinie übernehmen. Das teilte Air Berlin am Freitagabend mit. Weixler folgt auf Helmut Himmelreich, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlässt. Man freue sich, „einen erfahrenen Airline-Manager für das Unternehmen zurückzugewinnen, der in dieser Kernposition für die weitere positive Entwicklung des Unternehmens im operativen Bereich verantwortlich zeichnen wird“, so Fluglinien-Chef Wolfgang Prock-Schauer.

Kamerahersteller bezieht neue Zentrale in Wetzlar

Nach gut zwei Jahren Bauzeit und einer Investition von rund 60 Millionen Euro hat der Kamerahersteller Leica seine neue Zentrale in Wetzlar eröffnet. Der Neubau in der hessischen Stadt bietet etwa 700 Mitarbeitern Platz. 1988 war Leica ins benachbarte Solms gezogen. Der Umzug jetzt wurde unter anderem wegen der gestiegenen Nachfrage nach Leica-Produkten nötig. Die Rückkehr von Leica stärkt auch Wetzlar als Optikstadt. Die Kommune ist Standort oder Wiege mehrerer feinmechanischer und optischer Unternehmen. In Wetzlar wurde vor 100 Jahren auch die erste Leica-Kamera erfunden.

Keine Dividende, um das Kapital zu erhöhen

Trotz Gewinns bleibt die Studio Babelsberg AG vorsichtig und will auch für 2013 keine Dividende ausschütten. Derzeit sei noch keine detaillierte Prognose für das laufende Geschäftsjahr möglich, teilte der Vorstandsvorsitzende Carl Woebcken am Freitag mit. Um das Unternehmenskapital weiter zu stärken, solle der Hauptversammlung am 8. Juli wie in den Vorjahren ein Dividenden-Verzicht vorgeschlagen werden. Nach dem schwierigen Jahr 2012 mit 7,2 Millionen Euro Verlust sorgten internationale Produktionen wie „Monuments Men“ für einen Gewinn von 800.000 Euro.

Weitere 16.000 Stellen sollen wegfallen

Der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) verstärkt seinen Stellenabbau und will bis zu 16.000 weitere Jobs streichen. Damit könnten im Zuge des jahrelangen Umbaus insgesamt 50.000 Jobs verschwinden. Die Kürzungen seien notwendig für die Wettbewerbsfähigkeit, erklärte HP. Welche Folgen die neuen Sparpläne für Deutschland und den Firmensitz in Böblingen haben werden, steht nach Angaben der IG Metall noch nicht fest. Erst 2013 hatte HP die Schließung des Standorts Rüsselsheim beschlossen, was 1100 Stellen kosten sollte. Weitere Verhandlungen zum Stellenabbau gab es im Winter.