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Wirtschaft II

Fahrzeugbauer: Toyota ruft weitere 466.000 Autos weltweit zurück ++ Süßigkeiten: Schoko-Rechtsstreit: Neue Runde frühestens im Juli ++ Soziale Medien: Facebook erkennt Songs und TV-Sendungen in den USA ++ Luftverkehr: Piloten kritisieren Ryanair-Unternehmenskultur

Toyota ruft weitere 466.000 Autos weltweit zurück

Toyota ruft erneut fast eine halbe Million Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Bei etwa 16.000 Lexus GS aus dem Modelljahr 2013 könne es wegen eines Defekts geschehen, dass der Wagen während der Fahrt von selbst abbremst, teilte der japanische Autobauer am Donnerstag mit. Zudem muss bei etwa 450.000 Sienna Minivans ein Kabel ersetzt werden, mit dem das Ersatzrad unter dem Fahrzeug befestigt ist. Das Kabel könne durch Streusalz zersetzt werden und reißen. Der Weltmarktführer hatte allein Anfang April mehr als sechs Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordert.

Schoko-Rechtsstreit: Neue Runde frühestens im Juli

Der Rechtsstreit um ein Vanillearoma in einer Nussschokolade von Ritter Sport wird frühestens im Juli vor dem Oberlandesgericht München fortgesetzt. Das sagte der Vorstand der beklagten Stiftung Warentest, Hubertus Primus, am Donnerstag in Berlin. Die Firma Ritter hatte gegen die Stiftung beim Landgericht München eine einstweilige Verfügung erwirkt. Die Warentester dürfen nicht mehr behaupten, dass die Nuss-Schokolade des Herstellers ein künstlich hergestelltes Aroma enthält. Die Gegenseite habe um vier Wochen mehr Zeit für ihre schriftlich Erwiderung gebeten, sagte Primus.

Facebook erkennt Songs und TV-Sendungen in den USA

Facebook will es seinen Nutzern leichter machen, ihren Freunden mitzuteilen, welchen Song sie gerade hören. Zunächst nur in den USA wird eine Funktion eingeführt, bei der automatisch im Hintergrund laufende Musik erkannt wird. Das Verfahren in den Apps für Apples iPhones und iPads sowie Geräte mit dem Google-System Android soll auch bei Fernsehsendungen funktionieren. Die Funktion müsse explizit zugeschaltet werden, betonte Facebook bei der Ankündigung am späten Mittwoch. Facebook rückt damit in die bisherige Domäne der Anbieter von Apps wie Shazam oder Soundhound vor.

Piloten kritisieren Ryanair-Unternehmenskultur

Ryanair-Piloten und Gewerkschafter haben der Unternehmenskultur bei dem Billigflieger ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Knapp jeder dritte Pilot wolle das Unternehmen innerhalb des nächsten Jahres verlassen, sollte das irische Unternehmen sein Personal nicht besser behandeln und bezahlen, teilte die Ryanair Pilot Group auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin mit. Der Pilotenzusammenschluss berief sich auf eine Umfrage unter 1100 Kollegen. Mit der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit kritisierten die Kapitäne zudem, dass Ryanair keine gewählten Arbeitnehmervertretungen akzeptiere. Darüber gibt es schon lange Streit bei dem Unternehmen.