Nachrichten

Wirtschaft

Abgaben: Merkel will für Start-ups Steuererleichterungen ++ Sportartikel: Adidas plant zur WM seine größte Werbekampagne ++ Finanzkrise: Portugal hat den EU-Rettungsschirm verlassen ++ Elektroautos: Deutschland bei Produktion vorn, bei Nachfrage hinten

Merkel will für Start-ups Steuererleichterungen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will Start-ups besser fördern und dafür die steuerlichen Rahmenbedingungen bei der Anfangsfinanzierung junger und innovativer Unternehmen verbessern. Das betonte sie in ihrem wöchentlichen Videopodcast. Sie plädierte auch für eine neue gesellschaftliche Akzeptanz von Unternehmensgründern. „Das ist ganz, ganz wichtig, dass wir auch das Scheitern nicht als Untergang betrachten“, sagte die CDU-Politikerin. Ähnlich wie in den USA müsse eine zweite oder dritte Chance für Gründer hierzulande „etwas ganz Selbstverständliches“ sein. Erfolgreiche, schnell wachsende Start-ups dürften nicht bald von großen Technologiekonzernen aufgekauft werden, sagte Merkel.

Adidas plant zur WM seine größte Werbekampagne

Adidas plant zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien nach Aussagen von Konzernchef Herbert Hainer die größte Werbekampagne in der Unternehmensgeschichte. „Wir versprechen uns sehr viel von der WM“, sagte Hainer der „Süddeutschen Zeitung“. Insgesamt will Adidas allein mit dem Verkauf von Fußballausrüstung in diesem Jahr zwei Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Bei Fußballartikeln – dem traditionsreichen Kerngeschäft von Adidas – steht das Herzogenauracher Unternehmen an der Spitze. Großereignisse wie die Weltmeisterschaft, die Anfang Juni angepfiffen wird, sollen die Fans weltweit zum Kauf von Trikots, Bällen und Fußballschuhen animieren.

Portugal hat den EU-Rettungsschirm verlassen

Portugal hat nach drei Jahren den EU-Rettungsschirm verlassen. Anlässlich des Ausstiegs trat die konservative Regierung am Sonnabend in Lissabon zusammen, um eine „mittelfristige Strategie“ zur Fortsetzung der Reformen und zur Förderung des Wachstums zu beschließen. Portugal habe sich „aus dem Loch gezogen“ und gehe nun „ohne fremde Hilfe“, rief Ministerpräsident Pedro Passos Coelho am Freitagabend auf einer EU-Wahlkampfveranstaltung in Aveiro 250 Kilometer nördlich von Lissabon. Wie zuvor Irland entschied sich auch Portugal für einen „sauberen Austritt“: Lissabon will keine Kreditlinie für den Notfall beantragen.

Deutschland bei Produktion vorn, bei Nachfrage hinten

Gutes Angebot, schwache Nachfrage: Bei Elektroautos ist der deutsche Automarkt einer Studie zufolge gespalten. Mit lediglich 2800 verkauften elektronisch angetriebenen Fahrzeugen im vierten Quartal 2013 rangiert Deutschland gemeinsam mit China auf dem letzten Platz der wichtigsten Autoproduktionsländer der Welt. Das ergab der von der Unternehmensberatung McKinsey und der „WirtschaftsWoche“ ermittelte Evi-Index. Dennoch liegt Deutschland mit den USA in dem Index insgesamt auf Platz eins, weil auch die Produktion von Elektroautos berücksichtigt wird. In fünf Jahren werden demnach bei deutschen Herstellern 440.000 Elektroautos jährlich vom Band rollen.