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Lebensmittel: Pfefferpreise um rund 30 Prozent gestiegen ++ Fortbewegung: Carsharing-Anbieter wollen Verkehrsmittel vernetzen ++ Stellwerks-Misere: Bahn klagt gegen Eisenbahn-Bundesamt ++ Tourismus: Tui: Mehr eigene Hotels und Schiffe als Ziel

Pfefferpreise um rund 30 Prozent gestiegen

Für ihr Lieblingsgewürz müssen die deutschen Verbraucher gepfefferte Preise bezahlen. Eine schlechte Ernte in Indien und eine zunehmende Nachfrage auf den dortigen Inlandsmärkten haben die Preise für Pfeffer binnen eines Jahres um 30 Prozent ansteigen lassen. Der Preis für das Hauptgewürz in deutschen Küchen nähere sich dem Allzeithoch, teilte der Fachverband der Gewürzindustrie mit. Seit 2009 sei der Pfefferpreis sogar um das 2,5-fache geklettert. In dem Bonner Verband sind 78 Gewürzverarbeiter und -veredler organisiert. 2012 (letzte verfügbare Zahlen) hatte die Branche rund 95.000 Tonnen Gewürze importiert und eine Milliarde Euro umgesetzt.

Carsharing-Anbieter wollen Verkehrsmittel vernetzen

Die deutschen Carsharing-Anbieter setzen auf eine stärkere Vernetzung mit dem öffentlichen Nahverkehr, Taxis und der Fahrrad-Infrastruktur. Geplant sei, dass eine Abo-Karte des öffentlichen Verkehrsunternehmens auch für Stadtteilautos, Mieträder oder Fahrrad-Abstellmöglichkeiten genutzt werden könne, sagte am Freitag der Geschäftsführer des Bundesverbands Carsharing, Willi Loose, in Osnabrück. Vereinzelt gebe es solche Angebote schon, etwa in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. „Bundesweit sind es aber weniger als zehn Städte“, berichtete Loose vor einem Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Carsharing-Branche in Deutschland.

Bahn klagt gegen Eisenbahn-Bundesamt

Die Bahntochter DB Netz klagt nach der Personalmisere im Mainzer Stellwerk vom Sommer 2013 gegen das Eisenbahn-Bundesamt. Die Klage richte sich gegen einen Bescheid, den das Bundesamt wegen der Probleme beim Stellwerksbetrieb erlassen hatte, teilte das Verwaltungsgericht Mainz mit. Die Behörde hatte die DB Netz AG angewiesen, den uneingeschränkten sicheren Betrieb des Stellwerks unverzüglich wieder aufzunehmen und besetzungsbedingte Ausfälle zu verhindern. Massive Personalengpässe in dem Stellwerk hatten voriges Jahr zu Zugausfällen geführt. Als Konsequenz stellte die Bahn bisher bundesweit Hunderte Mitarbeiter zusätzlich ein.

Tui: Mehr eigene Hotels und Schiffe als Ziel

Tui-Chef Friedrich Joussen schaltet gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt von Sanierung auf Wachstum. Mehr eigene Hotels und Kreuzfahrtschiffe sollen dazu führen, dass im umkämpften Urlaubsmarkt mehr Geld bei Europas größtem Reisekonzern hängen bleibt. Eine neue Hotelmarke mit bis zu 50 Häusern ist in Arbeit, die Riu-Gruppe und die Robinson Clubs sollen in den kommenden Jahren deutlich wachsen. „Wir müssen mehr Kunden in unsere eigenen Produkte schicken“, sagte Joussen am Freitag in Hannover. Wenn der Umsatz in diesem Jahr schwächer steigen sollte als geplant, wäre das für ihn kein Drama: Entscheidend sei der Gewinn, und da sei er optimistisch.