Handel

Verbraucher sollen Herkunft von Eiern in Nudeln erfahren

Verbraucher sollen nach dem Willen der Bundesländer in Zukunft auch bei verarbeiteten Lebensmitteln die Herkunft der hierfür verwendeten Eier erkennen können.

Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, haben die Länder bei der Verbraucherschutzministerkonferenz in Rostock einen Antrag verabschiedet, der eine bisherige Gesetzeslücke zum Thema Eier schließen soll, wie eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Freitag sagte.

Die Länder verabschiedeten demnach einen Antrag Berlins, dem zufolge künftig auch diejenigen Hühnerwirte auf ihren Eiern die Haltungsart der Hühner aufstempeln müssen, die nicht für den Einzelhandel, sondern für verarbeitende Betriebe produzieren. Fast alle Länder hätten diesem Vorschlag zugestimmt, nur die Vertreter Thüringens und Mecklenburg-Vorpommerns hätten sich enthalten. Auf im Einzelhandel angebotenen Eiern können Verbraucher bereits anhand eines Zahlenstempels erkennen, ob ein Huhn im Bio-Betrieb, im Freiland, in Bodenhaltung oder in Kleingruppen gehalten wird. Käfighaltung ist in Deutschland seit 2010 verboten.

Um besser auszuschließen, dass auch die Eier, die etwa für Nudeln oder Backmischungen verwendet werden, nicht aus illegaler Käfighaltung stammten, sollten nach dem Willen der Länder auch diese EU-weit gekennzeichnet werden, erklärte die Sprecherin weiter. In einem zweiten Schritt könnten Hersteller dann auf den Verpackungen ihrer Waren angeben, aus welcher Haltung die für ihre Waren verwendeten Eier stammten.

Bis es soweit ist, ist es allerdings noch ein langer Weg: In ihrem Antrag fordern die Länder die Bundesregierung demnach dazu auf, sich auf europäischer Ebene für eine entsprechende Änderung der EU-weiten Regeln stark zu machen.