Statistik

Stark wie lange nicht: Deutsche Wirtschaft zieht Eurozone davon

Die deutsche Wirtschaft hat in den ersten drei Monaten des Jahres an Schwung gewonnen und dabei den Rest der Eurozone hinter sich gelassen.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Vergleich zum letzten Quartal 2013 um 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Dagegen legte die Wirtschaft der Gesamt-Eurozone nur um 0,2 Prozent zu. Frankreich verzeichnete Stagnation, Italien ein Minus.

In Deutschland fiel das Wachstum doppelt so hoch aus wie von Oktober bis Dezember; es war das größte Plus in einem Quartal seit drei Jahren. Ein Grund für die bessere Entwicklung sei die „extrem milde Witterung“ gewesen, erläuterten die Statistiker. Positive Impulse kamen den vorläufigen – um Preis-, Saison- und Kalendereffekte bereinigten – Berechnungen zufolge „ausschließlich“ aus dem Inland. Sowohl die privaten Haushalte als auch der Staat hätten ihre Konsumausgaben zum Jahresstart erhöht. Dagegen habe der traditionell starke Außenhandel das Wachstum im ersten Quartal gebremst. Es seien weniger Waren aus- und deutlich mehr eingeführt worden als im Schlussquartal 2013.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 wuchs das BIP den Angaben zufolge preisbereinigt um 2,5 Prozent, kalenderbereinigt um 2,3 Prozent. Mit den neuesten Zahlen stellt sich Deutschland erneut an die Spitze der Entwicklung in der Eurozone. Die Wirtschaft in den 18 Ländern der Gemeinschaftswährung wuchs im ersten Quartal um lediglich 0,2 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte.