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Bayer: Pharmakonzern beantragt weitere Zulassung in Japan ++ Luftfahrt: Lübecker Flughafen meldet Insolvenz an ++ GSW: Abfindungsangebot für Aktionäre festgelegt ++ Etihad: Verhandlungen über Alitalia-Einstieg stocken ++ Valeant: Kanadischer Konzern will Botox-Hersteller übernehmen

Pharmakonzern beantragt weitere Zulassung in Japan

Der Arzneimittelhersteller Bayer will sein Geschäft in Japan, dem zweitgrößten Pharmamarkt der Welt, ausbauen. Der Konzern hat dort eine weitere Zulassung für sein neues Mittel Adempas gegen Lungenhochdruck beantragt. Adempas gehört zu den großen Umsatzhoffnungen des Konzerns. Konzernchef Marijn Dekkers traut dem Präparat weltweit Jahresumsätze von mehr als 500 Millionen Euro zu. Auch die Konkurrenten bieten entsprechende Mittel an, etwa der US-Konzern Pfizer.

Lübecker Flughafen meldet Insolvenz an

Der Flughafen Lübeck ist pleite. Es sei ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet worden, sagte eine Sprecherin des Amtsgericht Lübeck. Beantragt hatte die Insolvenz Siegmar Weegen, der am Dienstag zum Notgeschäftsführer berufen worden war. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der ägyptische Investor Mohamad Rady Amar, seine Anteile an der Flughafenbetreibergesellschaft verkauft hat. Neuer Inhaber und Geschäftsführer der Gesellschaft ist der Berliner Geschäftsmann Adam Wagner. Beide waren zuletzt aber nicht mehr zu erreichen.

Abfindungsangebot für Aktionäre festgelegt

Das Warten auf das Abfindungsangebot für ihre Aktien hat sich für die restlichen Anteilseigner der Berliner GSW Immobilien nicht gelohnt. Die Pflichtofferte der Deutschen Wohnen fällt schlechter aus als das Übernahmeangebot vom Herbst: Hatten die GSW-Aktionäre damals noch 2,55 Deutsche-Wohnen-Aktien je GSW-Papier geboten bekommen, sollen sie nun nur 2,33 Aktien erhalten. Rund acht Prozent der GSW-Anteile befinden sich noch im Streubesitz.

Verhandlungen über Alitalia-Einstieg stocken

Die Verhandlungen über einen Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad bei der kriselnden italienischen Airline Alitalia stocken. Eine als entscheidend beschriebene Verwaltungsratssitzung der in den roten Zahlen steckenden Alitalia brachte offensichtlich keine Ergebnisse. Etihad ist auch Großaktionär der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin ist. In der Branche wird spekuliert, dass Alitalia und Air Berlin möglicherweise zusammengehen könnten.

Kanadischer Konzern will Botox-Hersteller übernehmen

Der kanadische Pharmakonzern Valeant will den Botox-Hersteller Allergan für 47 Milliarden Dollar (34 Milliarden Euro) übernehmen. Der US-Konzern Allergan erklärte, das Angebot eingehend prüfen und dann eine Entscheidung im besten Interesse der Aktionäre treffen zu wollen. Valeant mit Sitz in Laval in Quebec ist seit längerem auf Einkaufstour. Erst 2013 hatten die Kanadier den Kontaktlinsen-Hersteller Bausch & Lomb erworben, zu dem die Berliner Dr.-Mann-Pharma in Spandau gehört.