Meldungen

WirtschaftNews

Giorgio Armani: Steuerschuld von 270 Millionen Euro beglichen ++ Strenesse: Chef glaubt nach Insolvenz an erfolgreiche Sanierung ++ Textilindustrie: Forderung nach Aktionsplan für Menschenrechte ++ Air Berlin: Bund schaut derzeitigen Eignern genau auf die Finger

Steuerschuld von 270 Millionen Euro beglichen

Das Modehaus Giorgio Armani hat den italienischen Steuerbehörden im Rahmen eines Vergleichs 270 Millionen Euro gezahlt. Ein Sprecher der Firma bestätigte am Freitag einen entsprechenden Medienbericht, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Dem Bericht zufolge wurde das Geld in der vergangenen Woche bezahlt. Damit seien alle Steuerermittlungen beigelegt. Die italienischen Behörden schauen angesichts der Wirtschaftskrise verstärkt auf die Steuermoral der Unternehmen.

Chef glaubt nach Insolvenz an erfolgreiche Sanierung

Das schwäbische Modeunternehmen Strenesse glaubt an eine Rettung im Zuge des Insolvenzverfahrens. „Ich bin immer noch überzeugt, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind“, sagte Strenesse-Chef Luca Strehle dem „Spiegel“. Der jetzige Schritt sei eine Zäsur, um die Sanierung voranzutreiben, ohne die Altlasten mitschleppen zu müssen. Durch die Insolvenz gewinne das Unternehmen in den kommenden Monaten enorm an Liquidität. Strenesse hatte am Mittwoch Insolvenz beantragt.

Forderung nach Aktionsplan für Menschenrechte

In der Debatte über unmenschliche Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Asien drängen Menschenrechtler und Hilfswerke die Bundesregierung zum Handeln. „Wir fordern, dass Deutschland einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Leitlinien zu Wirtschaft und Menschenrechten erarbeitet“, sagte Michael Windfuhr vom Deutschen Institut für Menschenrechte. Er äußerte sich zum Jahrestag des Einsturzes des Rana-Plaza-Fabrikhochhauses in Bangladesch mit 1130 Toten.

Bund schaut derzeitigen Eignern genau auf die Finger

Die Bundesregierung nimmt auf Drängen der EU genau unter die Lupe, wer bei der angeschlagenen Fluglinie Air Berlin derzeit das Sagen hat. Es sei ein Schreiben von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas eingegangen, sagte ein Sprecher des Verkehrsministerium. Es gehe um die Frage, ob die Eigentümerstrukturen noch die Bedingungen erfüllen, um Air Berlin die Betriebsgenehmigung als europäische beziehungsweise deutsche Fluggesellschaft weiter zu sichern.