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Boris Beckers Autohäuser rutschen in die roten Zahlen

Boris Becker war nicht nur der jüngste Wimbledon-Sieger aller Zeiten. Er wagte sich auch jung in das Geschäft des Autohandels.

Vor gut 20 Jahren investierte der heute 46-Jährige in drei Autohäuser in Mecklenburg-Vorpommern. Sein damaliger Manager Ion Tiriac kannte das Metier als Generalvertreter für Mercedes in Rumänien. Er riet seinem Schützling zum Einstieg in den Autohandel, als Absicherung seiner Einnahmen nach dem Ende der Tennis-Profikarriere.

In seinem Ende 2013 erschienenen Buch „Das Leben ist kein Spiel“ bezeichnet der Ex-Tennisprofi seine drei Mercedes-Autohäuser nach wie vor als „Basis der Becker’schen Geschäfte“. Die Häuser liefen gut und seien grundsolide, heißt es im Buch. Tatsächlich ist der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen für Becker aber offensichtlich keine üppig sprudelnde Einnahmequelle.

Nach jetzt im Bundesanzeiger hinterlegten Dokumenten gerieten die drei Boris-Becker-Autohäuser 2012 erstmals seit den Aufbaujahren leicht in die roten Zahlen. Bei knapp 30 Millionen Euro Umsatz werden 0,2 Millionen Euro Verlust ausgewiesen. Zudem hat sich die Eigenkapitalquote der Firma auf 24 Prozent halbiert. Der langjährige Geschäftsführer der Autohäuser, Malte Hermann, geht davon aus, dass der Verlust eine Ausnahme war. Zwar stehe die Bilanz für 2013 noch nicht, aber es sei die Rückkehr zu einem „angemessenen Jahresüberschuss“ gelungen. Auch 2014 würden wieder schwarze Zahlen erwartet.

„Der Autohandel ist sicher schwierig. Dennoch ist es für Boris Becker eine gute Investition, die sich rechnet“, sagt sein Geschäftsführer. „Welcher Sportprofi kann schon behaupten, dass ihm nach seiner Sportlerzeit ein Unternehmen mit 160 Beschäftigten gehört.“ Becker sei seit Gründung der Autohäuser 1993 unverändert bis heute alleiniger Gesellschafter und alleiniger Besitzer der Immobilen an der Ostseeküste.