Hauptversammlung

Axel Springer schüttet 178 Millionen Euro an seine Aktionäre aus

Eines der „bewegtesten Jahre in der Geschichte des Unternehmens“ liege hinter dem Axel Springer Verlag („Bild“, „Welt“), sagte Vorstandschef Mathias Döpfner auf der Hauptversammlung des Medienhauses in Berlin. Basis des Geschäfts des Unternehmens sei der Journalismus. „Das ganze Unternehmen wird zu einem digitalen Verlag“ und habe seine beste Zeit noch vor sich, sagte Döpfner. Das Digitalgeschäft erwirtschaftet schon fast die Hälfte des Umsatzes, 70 Prozent der Werbeerlöse sowie 62 Prozent des Ebitda. Gegenüber 2012 ist das Ebitda leicht gesunken.

Der Bilanzgewinn für 2013 liegt bei 178 Millionen Euro. Die Hauptversammlung folgte dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, diesen Betrag vollständig zur Ausschüttung einer erhöhten Dividende in Höhe von 1,80 Euro je Aktie zu verwenden. 2014 soll das Unternehmen nach Aussagen Döpfners „profitabel wachsen“. Die voraussichtlich sinkenden Vertriebserlöse könnten durch steigende Werbeerlöse mehr als ausgeglichen werden.

Als Prioritäten für 2014 nannte Döpfner zum einen den Abschluss des Verkaufs von Zeitungen und Magazinen aus den Segmenten der TV- und Frauenzeitschriften an die Funke Gruppe. Das Bundeskartellamt hat den Verkauf der Regionalzeitungen „Hamburger Abendblatt“ und „Berliner Morgenpost“ sowie der Frauenzeitschriften bereits genehmigt. Er sei zuversichtlich, die Transaktion zeitnah abschließen zu können.

Zweite Priorität sei die Integration des Nachrichtensenders N24 in die „Welt“-Gruppe. Daraus erwachse eine Onlineredaktion, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche multimedial aufbereitete Nachrichten liefert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Onlinebezahlangeboten. Die erfolgreiche Implementierung von Bezahlmodellen sei eine der wichtigsten Schicksalsfragen der gesamten Branche, so Döpfner.