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Mängel: Verbraucherzentrale mahnt Berliner Fernbus-Firmen ab ++ Umsatzsteuer: Staat verdient Milliarden durch steigende Strompreise ++ Verluste: Modehersteller Strenesse meldet Insolvenz an ++ Schifffahrt: Reedereien Hapag-Lloyd und CSAV fusionieren

Verbraucherzentrale mahnt Berliner Fernbus-Firmen ab

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat nach dem Start der Fernbuslinien im vergangenen Jahr die Anbieter unter die Lupe genommen und zahlreiche Mängel entdeckt. Vor allem im Kleingedruckten der Geschäftsbedingungen hätten die Experten „mehr als 100 abenteuerliche Klauseln“ entdeckt, sagte am Mittwoch Vorstand Klaus Müller. Neun Unternehmen seien bereits abgemahnt worden. Darunter sind auch zwei Unternehmen, die in Berlin aktiv sind: Berlin Linien Bus GmbH, an der auch die Deutsche Bahn beteligt ist, und Mein Fernbus GmbH. Bundesweit wurden vier Unternehmen sogar Klagen angedroht.

Staat verdient Milliarden durch steigende Strompreise

Die steigenden Strompreise im Zuge der Energiewende spülen dem Bund erhebliche Mehreinnahmen in die Kasse: Die Umsatzsteuer auf die EEG-Umlage erbrachte im vergangenen Jahr 1,35 Milliarden Euro, schreibt die „Passauer Neue Presse“. Für dieses Jahr erwarte die Bundesregierung 1,61 Milliarden Euro. Das gehe aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien beträgt seit Jahresbeginn 6,24 Cent. Linke-Fraktionsvize Caren Lay forderte Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD) auf, die Zusatzeinnahmen zurückzuzahlen.

Modehersteller Strenesse meldet Insolvenz an

Der Modehersteller Strenesse hat nach hohen Verlusten einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Grund für diesen Schritt seien drückende Altlasten, die die Sanierung des Unternehmens behinderten. Der Geschäftsbetrieb gehe aber weiter. Das Nördlinger Amtsgericht bestätigte, dass das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet wurde. Strenesse befindet sich bereits seit langem in finanziellen Schwierigkeiten und stand erst im Februar vor der Zahlungsunfähigkeit. Damals hatten die Inhaber einer Zwölf-Millionen-Euro-Schuldverschreibung entschieden, dass Strenesse drei Jahre Luft bekommt und das Geld erst 2017 zurückzahlen muss. Strenesse hat mehr als 350 Beschäftigte.

Reedereien Hapag-Lloyd und CSAV fusionieren

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd und der chilenische Konkurrent CSAV gehen zusammen. Das teilten die Unternehmen am Mittwochabend mit. Durch den Zusammenschluss entsteht das weltweit viertgrößte Unternehmen der Branche. Es kommt auf einen Gesamtumsatz von rund 8,7 Milliarden Euro. Die Waren werden von mehr als 200 Schiffen transportiert. Es sei ein bindendender Vertrag über die Zusammenlegung des Containergeschäftes geschlossen worden, so die Unternehmen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden soll das Containergeschäft von CSAV vollständig in Hapag-Lloyd aufgehen. Hauptsitz des Unternehmens bleibt Hamburg.