Technik

Bosch Siemens arbeitet an persönlicher Waschmaschine

Europas größter Hausgerätehersteller schaltet auf Angriff.

Bosch Siemens will mit einer neuen Strategie binnen zehn Jahren seinen Umsatz auf 20 Milliarden Euro verdoppeln und so die Nummer zwei im Weltmarkt, Electrolux, überholen. Marktführer ist der US-Hersteller Whirlpool.

Die Geschäftsführung von Bosch Siemens unter dem neuen Vorsitzenden Karsten Ottenberg will das Produktprogramm erweitern. Geplant sind demnach „individualisierte Hausgeräte“, bei denen der Kunde beispielsweise über eine App spezielle Waschprogramme für speziellen Bedürfnisse aufspielen kann, etwa Programme für Baby- oder Sportwäsche. Zudem soll der Kunde künftig auch die Farbe von Blenden mitbestimmen können. Sehr langfristig könnte es sogar zum nach Kundenwunsch eigens produzierten Hausgerät kommen.

2013 stieg der Umsatz um gut sieben Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro. Der Ertrag vor Zinsen und Steuern brach von 683 auf gut 500 Millionen Euro ein, unter anderem wegen des Rückrufs von weltweit fünf Millionen Geschirrspülern. Bei ihnen besteht eine Brandgefahr durch ein elektronisches Bauteil. Einzelheiten nannte BSH nicht.