Interview

Von Space Invaders, Pong-Klonen und Hobby-Zockern I

Linda Breitlauch, Game Design

Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich bin Linda Breitlauch und seit 2007 Professorin für Game Design. Nach meinem Studium an der Filmhochschule Babelsberg für Dramaturgie und Drehbuch habe ich mich auf Serious Games, Gamification, Storytelling und die Unterstützung des Mediums Computerspiele als herausragendes kreatives und innovatives Kulturgut konzentriert. Ich lehre Game Design im Studiengang „Intermedia Games“ an der Hochschule Trier.

Können Sie sich an Ihr erstes Videospiel?

Ja, sogar sehr gut. Es war „Space Invaders“ und es stand auf einer typisch französischen Kirmes während meines Sommerurlaubs. Einen nicht unerheblichen Teil meines Taschengeldes habe ich in den Spielautomaten gesteckt. Wenn Sie so wollen, was dies meine erste Investition auf meinem Ausbildungsweg zur Professorin für Game Design.

Wie sieht das ideale Spiel für Sie aus?

Das ist leicht. Ich bin überzeugt, dass die Gamesindustrie wichtige Impulse für das Bildungswesen gibt. Wir stehen am Anfang einer wahren Bildungsrevolution durch Game-Mechaniken, die die Art und Weise verändern, wie wir neue Inhalte verstehen, unsere Kinder lernen und auch ältere Menschen unterstützen, bis ins hohe Alter geistig fit und beweglich bleiben. Unternehmen wie Apple, Google und in Deutschland die Klett-Unternehmensgruppe haben dies erkannt. Ein Spiel zu gestalten, das den sogenannten prove of fun liefert und neue Lerninhalte nachhaltig und wissenschaftlich evaluiert vermittelt, wäre ein großartiges Projekt.

Was machen Sie auf der Games Week?

Die Konferenz bringt Entwickler zusammen, tagt inzwischen auf internationalem Niveau und bietet damit die beste Möglichkeit, sich hinsichtlich neuer Entwicklungen einen hochaktuellen Überblick zu verschaffen.