Interview

Von Space Invaders, Pong-Klonen und Hobby-Zockern II

Andreas Lange, Computerspiele-Museum

Wer sind Sie und was machen Sie?

Meine Name ist Andreas Lange und ich bin Direktor des Computerspiele-Museums in Berlin.

Seit wann gibt es das Museum?

Wir sind seit 1997 in Berlin und 2011 in neue Räume umgezogen. Pro Jahr haben wir knapp 79.000 Besucher.

Können Sie sich an Ihr erstes Videospiel erinnern und wie Sie es bekommen haben?

Ich habe 1977 sehr gerne die weit verbreiteten Pong-Klone gespielt. Ich hatte aber auch einen batteriebetrieben Handheld von Mattel. Das fand ich damals faszinierend, wie einzelne Leuchtpunkte Footballer und U-Boote darstellen konnten. Mein Bruder und ich haben immer gegenseitig unsere Highscores gejagt – er konnte immer einen draufsetzen, und ich hatte dann irgendwann keine Lust mehr (lacht).

Was ist in Ihren Augen das ideale Computerspiel?

Ich denke, das perfekte Computerspiel gibt es nicht und wird es nie geben. Dafür sind die Menschen zu unterschiedlich. Der eine spielt gerne Schach, der andere Fußball. Es gibt nur zwei Prinzipien, die es bei guten Spielen geben muss: Es muss Spaß machen und es muss herausfordern. Wenn dabei eine gute Balance herrscht, ist ein Spiel gut. Das kann aber ganz unterschiedlich aussehen

Was können die Leute von der Games Week in diesem Jahr erwarten?

Sie ist ein tolles Event, das die unterschiedlichsten Themen rund um Spiele behandelt. Profi- und Hobby-Zocker, große Firmen und Independent-Start-Ups – die ganze Breite der Branche zeigt sich. Auch für Leute, die nicht ständig spielen, gibt es viel zu entdecken. Sie ist ein echtes Volksfest.