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Rocket Internet: Samwer-Brüder starten weiteren Angriff auf Banken ++ General Motors: Millionenrückruf wegen defekter Zündschlösser ++ TUI: Reisekonzern peilt Milliardengewinn an

Samwer-Brüder starten weiteren Angriff auf Banken

Der Berliner Startup-Investor Rocket Internet steigt in das Geschäft mit Kreditvermittlungen für Unternehmen ein. Heute geht die Internetplattform Zencap online, über die Darlehen an Mittelständler vermittelt werden. Als Geldgeber kann jedermann einsteigen, ab 100 Euro Mindesteinsatz. „Wir verschaffen soliden Mittelständlern die nötigen Finanzmittel – schneller, einfacher und transparenter als bei der Bank“, erklären die beiden Zencap-Geschäftsführer Christian Grobe und Matthias Knecht in der FAS. „Zencap“ vergibt Darlehen bis zu einer Höhe von 150.000 Euro. Kredite sind ab 3,9 Prozent Mindestzins erhältlich. Es ist der zweite Angriff der hinter Rocket stehenden Gebrüder Samwer auf etablierte Banken. Im Dezember hatte Rocket Internet bereits die Plattform Lendico gestartet, über die Kredite von Privatpersonen an Privatpersonen vermittelt werden. Ebenfalls gestartet hat Rocket Internet Helping, ein Portal für Putzarbeiten in privaten Haushalten.

Millionenrückruf wegen defekter Zündschlösser

Die Opel-Mutter General Motors hat schon wieder mehr als 1,6 Millionen Wagen in die Werkstätten gerufen. Darunter sind 971.000 Pkw, bei denen wie schon bei einer Rückrufaktion im Februar Probleme mit der Zündung auftreten könnten. Weil das Risiko anfälliger Zündungen schon Jahre bekannt war, gerät GM in den USA nun zunehmend unter Druck. Betroffen von dem Problem mit der Zündung sind die Modelle Chevrolet Cobalt und HHR, Pontiac Solstice und G5 sowie Saturn Ion und Sky der Baujahre 2008 bis 2011. Die meisten Modelle, nämlich 824.000, sollen in den Vereinigten Staaten zurückbeordert werden. Am Freitag wurden zudem 490.000 Kleinlaster und Geländewagen sowie 170.000 Chevrolet Cruzes zurückgerufen, wie GM am späten Abend mitteilte. Bei ersteren könnte ein Defekt im Ölkühlsystem Autos in Brand stecken, bei letzteren könnten sich die Wagen wegen Achsproblemen plötzlich in Bewegung setzen, wenn sie geparkt sind.

Reisekonzern peilt Milliardengewinn an

Der Chef von Europas größtem Reisekonzern Tui, Friedrich Joussen, will im Geschäftsjahr 2014/15 das Betriebsergebnis auf eine Milliarde Euro steigern. „Im letzten Jahr lag unser operatives Ergebnis bei gut 760 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2014/15 haben wir uns eine Milliarde Euro vorgenommen“, sagte Joussen der „Wirtschaftswoche“. „Unsere Aktionäre sollen sich auf eine stabile und nachhaltige Dividendenpolitik verlassen können“, kündigte der Vorstandschef an. Joussen bekräftigte den Plan, sich von der Beteiligung des Unternehmens an der Containerreederei Hapag-Lloyd zu trennen: „Die gehört nicht zum Kerngeschäft und wird an die Börse gebracht oder verkauft.“ Die chilenische Reederei CSAV könnte mit Hapag-Lloyd fusionieren, ihre Aktionäre billigten den Schritt bereits. Ob der Zusammenschluss wirklich über die Bühne gehen kann, entscheidet sich bis Mitte April.