Technik

Die Datenbrille soll cool werden: Google kooperiert mit Ray-Ban

In Online-Foren mehrten sich in den vergangenen Wochen die Zweifel, dass Googles Datenbrille Glass noch einmal zum Massenprodukt wird.

Nur einige Tausend Tester konnten sie bislang kaufen – zu einem Mondpreis von 1500 Dollar. Außerdem sieht die Brille noch immer aus, als wäre sie ausschließlich für Nerds entwickelt worden, die von der Technik in Google Glass begeistert sein mögen, sich aber nicht ums Design scheren. Zumindest das will der Konzern ändern: Google kooperiert mit dem weltgrößten Brillenhersteller Luxottica.

Das italienische Unternehmen stellt unter anderem Sonnenbrillen angesagter Marken wie Ray-Ban, Oakley, Vogue Eyewear und Oliver Peoples her. Luxottica soll die von Google entwickelte Computerbrille mit Internetverbindung gestalten und vertreiben. Finanzielle Details der Vereinbarungen gaben die Unternehmen nicht bekannt. Luxottica erklärte nur, Ray-Ban und Oakley seien Bestandteil der Kooperation, ohne jedoch weitere Einzelheiten zu nennen. Google Glass besteht im Wesentlichen ein Mini-Bildschirm von der Größe einer Briefmarke, der am Rahmen einer Brille befestigt wird. Das Gerät kann Videos aufnehmen sowie E-Mails und andere Informationen aus dem Internet darstellen. Es ist drahtlos mit dem Smartphone des Nutzers verbunden. Nun wurde Google Glass auch für solche Leute angepasst, die auf herkömmliche Sehhilfen angewiesen sind. Google hat zusätzliche Gestelle vorgestellt, die zum Rahmen der Datenbrille passen. Die Partnerschaft mit Luxottica ist ein deutliches Signal dafür, dass Google am Marktstart von Glass arbeitet. Der Hersteller verfügt neben zahlreichen bekannten Brillen-Marken auch über ein breites weltweites Vertriebsnetz. Glass-Produkte sollen in den über 5000 US-Läden des Konzerns angeboten werden, wie Luxottica-Chef Andrea Guerra dem „Wall Street Journal“ sagte. Die beiden Konzerne arbeiteten bereits seit 2013 zusammen.