Handel

Supermarktkette Rewe zieht in die Tankstellen von Aral ein

Die Supermarktkette Rewe und der Tankstellenbetreiber Aral kooperieren. In die Shops der Tankstellenkette zieht jetzt Rewe ein.

Zuerst testweise in zehn Stationen in Nordrhein-Westfalen, bei einem Erfolg von „Rewe to Go“ in den Benzinstationen soll das Angebot auf deutlich mehr Standorte ausgeweitet werden. „Die Bedürfnisse der Kunden ändern sich. Sie wollen hochwertige und frische Lebensmittel“, sagt Aral-Manager Rainer Kraus. Sein Konzern wolle so an neue Kundengruppen herankommen und im Shopgeschäft zulegen. Der Verkauf von Snacks, Kaffee und Grillkohle ist mittlerweile der wichtigste Gewinnbringer für den Tankstellenbetreiber.

Der Einzelhändler wiederum verspricht sich mit Rewe to Go neue Kundschaft, die den Hunger in der Mittagspause stillen oder die Versorgung auf dem Nachhauseweg erledigen will. Mit den Läden ist Rewe bereits in einigen Bahnhöfen vertreten. Angeboten werden in den Aral-Stationen bis zu 1200 Artikel: Sandwiches, Wraps, Sushi, Obst, Salate oder Suppen. Lebensmittel wie Gemüse, Müsli, Pasta oder Olivenöl kommen hinzu. Neu für eine Tankstelle sind Backwaren per Selbstbedienung. Branchenkenner halten das für einen klugen Schachzug. „Die Margen sind im Shopgeschäft größer als im Benzinverkauf“, sagt Rainer Wiek, Chefredakteur des Energie Informationsdienstes.

Allerdings komme es darauf an, ob die beiden Marken Rewe und Aral zueinander passen. In den immer größeren Stationen von Aral gebe es ausreichend Fläche und Platz für ein neues Angebot. Aral betreibt in Deutschland rund 2500 Stationen. Was kaum bekannt ist: Aral ist der größte Verkäufer von Kaffee zum Mitnehmen. Gut 29 Millionen „Coffees to go“ verkaufte der Ölkonzern vergangenes Jahr in Deutschland, das waren im Durchschnitt 80.000 Becher am Tag. Aral ist eine Tochtergesellschaft des britischen Ölkonzerns BP.