Statistik

Frauen bekommen 22 Prozent weniger Gehalt als Männer

Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen ist auch 2013 nicht kleiner geworden.

Frauen erhalten für ihre Arbeit insgesamt 22 Prozent weniger Geld, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Der durchschnittliche Bruttolohn pro Stunde für Frauen lag bei 15,56 Euro, während Männer auf 19,84 Euro kamen. Im Westen ist die Lücke dreimal so hoch wie im Osten: Hier bekommen Frauen 23 Prozent weniger, in den neuen Bundesländern ist die Differenz mit acht Prozent deutlich geringer. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will noch in diesem Jahr per Gesetz für gleiche Löhne sorgen, wie sie der „Rheinischen Post“ sagte. Die Eckpunkte eines entsprechenden Gesetzes würden 2014 festgelegt. Die großen Lohnunterschiede führen die Statistiker auf unterschiedliche Branchen und die Berufswahl zurück sowie auf die Tatsache, dass Frauen seltener Führungspositionen bekleiden. Zudem arbeiten Frauen öfter in Teilzeit und sind weniger lang in ihren Berufen beschäftigt – vor allem wegen längerer Auszeiten nach der Geburt von Kindern. Vergleicht man Männer und Frauen mit ähnlicher Qualifikation und ähnlichem Job, so liegt der Verdienstunterschied pro Stunde nur bei sieben Prozent.