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Gas und öl: RWE will Tochter nach Russland verkaufen ++ Chipkonzern: Infineon macht Hoffnung auf weitere Aktienrückkäufe

RWE will Tochter nach Russland verkaufen

Der Energiekonzern RWE will seine Öl- und Gasfördertochter RWE Dea für 5,1Milliarden Euro verkaufen und dadurch seine Schuldenlast senken. Käufer ist eine Investorengruppe um den russischen Milliardär Michail Fridman, wie RWE am Sonntag in einer knappen Mitteilung erklärte. Der Vorstand habe sich mit der LetterOne-Gruppe auf die wesentlichen Vertragsbedingungen geeinigt, vor Abschluss des Kaufvertrags müssten aber noch letzte Details geklärt werden. Dies solle zügig geschehen. Der unter hohen Schulden leidende RWE-Konzern hatte RWE Dea zum Verkauf gestellt, da das Geschäft kapitalintensiv ist und Gewinne zum Teil erst Jahre nach den Investitionen fließen.

Infineon macht Hoffnung auf weitere Aktienrückkäufe

Der Chipkonzern Infineon prüft angesichts der prall gefüllten Kasse eine Ausweitung seiner Aktienrückkäufe. „Wenn uns auch in Zukunft keine geeignete Transaktion gelingt, werden wir unsere Programme zum Aktienrückkauf weiter ausbauen“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss dem „Handelsblatt“. Der Halbleiter-Hersteller sitzt derzeit auf Barbeständen von rund zwei Milliarden Euro. Das Geld bunkert der lange Jahre schlingernde Konzern eigentlich für Zukäufe, doch in der Branche sind Übernahmen rar und Infineon hat bislang keine passende Firma gefunden. Infineon hatte im November angekündigt, bis Herbst 2015 für bis zu 300 Millionen Euro eigene Aktien zurückzukaufen.