Fluggesellschaften

Air Berlin verhandelt mit Air France KLM über Zusammenarbeit

Air Berlin plant offenbar, sein Angebot auszuweiten und verhandelt deshalb mit Air France KLM über ein Abkommen zum sogenannten Code-Sharing.

Dabei kann ein Kunde einen Flug, zum Beispiel nach Singapur, bei einer Fluggesellschaft buchen, der Flug wird aber von einer Partnergesellschaft ausgeführt. So können Unternehmen auch Strecken anbieten, die sie selbst nicht bedienen. Viele Fluggesellschaften haben sich deshalb zu Luftfahrtallianzen zusammengeschlossen.

Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer bestätigte die Gespräche. „Wir müssen jetzt sehen, was dabei herauskommt“, sagte er. „Ich kann mir vorstellen, dass wir eine Partnerschaft eingehen.“ Beide Unternehmen wollen einen entsprechenden Vertrag offenbar bereits im Sommer abschließen, wie ein Insider berichtete. Es wäre ein sehr unübliches Geschäft. Air Berlin, nach Lufthansa die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands, ist seit März 2012 Mitglied in der Luftfahrtallianz Oneworld, Air France KLM beim Konkurrenten Skyteam.

Bereits im Oktober 2012 hatte Air Berlin ein Code-Sharing-Abkommen mit Air France und Etihad verkündet. Doch letztlich blieb Air Berlin außen vor. Etihad, die staatliche Fluggesellschaft aus Abu Dhabi, ist mit rund 30 Prozent der Anteile der größte Einzelaktionär Air Berlins. Air Berlin hat derzeit Code-Sharing-Abkommen mit den Oneworld-Mitgliedern wie British Airways und Finnair, aber auch mit Nichtmitgliedern wie Air Seychelles und Air Serbia.

Unterdessen kämpft Etihad immer noch mit den Folgen einer Panne am Abu Dhabi International Airport. Während dichten Nebels war das Instrumentenlandesystem ausgefallen. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, viele verspäteten sich. Insgesamt 6600 Fluggäste waren betroffen. Rund 500, die ihre Anschlussflüge verpassten, mussten auch am Freitagabend in Abu Dhabi in Hotels übernachten. Das Unternehmen bot zusätzliche Flüge an. Mehrere hundert Gepäckstücke mussten den Reisenden hinterhertransportiert werden.