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Rente mit 63: Industrie fürchtet Verlust von 45.000 Facharbeitern ++ Rocket Internet: Online-Möbelhändler mit kräftigem Umsatzplus ++ Axel Springer: Wolfgang Reitzle soll in Aufsichtsrat einziehen ++ Rohstoffe: Brüssel will Import aus Krisenstaaten begrenzen ++ Adidas: Sportartikelhersteller verfehlt Gewinnziel

Industrie fürchtet Verlust von 45.000 Facharbeitern

Der deutschen Metall- und Elektroindustrie droht offenbar das Ausscheiden tausender älterer Facharbeiter, wenn die geplante Rente mit 63 umgesetzt wird. Geschätzte 45.000 Beschäftigte könnten die von der großen Koalition angestrebten Regelungen sofort zum Renteneintritt nutzen, berichtete der Verband in Berlin. Binnen zehn Jahren könnten dann rund 200.000 Mitarbeiter der zentralen deutschen Industriebranche nach 45 Beitragsjahren frühzeitig in den Ruhestand.

Online-Möbelhändler mit kräftigem Umsatzplus

Rocket Internet will nach dem Mode-Markt den Online-Handel mit Möbeln aufmischen. Zwei Anbieter aus dem Haus der Berliner Investoren überschritten die Marke von 100 Millionen Euro Umsatz. Der vor allem auf Wohnaccessoires spezialisierte Einkaufs-Club Westwing gab einen Umsatzsprung von 41 auf 110 Millionen Euro für 2013 bekannt. Der Möbelanbieter Home24 meldete jüngst Erlöse von mehr als 100 Millionen Euro binnen zwölf Monaten. Rocket baute ein internationales Netz von Mode-Websites wie Zalando aus.

Wolfgang Reitzle soll in Aufsichtsrat einziehen

Axel Springer („Bild“, „Welt“) baut seinen Aufsichtsrat um: Der scheidende Linde-Chef Wolfgang Reitzle soll in das Kontrollgremium des Unternehmens einziehen, wie der Medienkonzern meldete. Zudem seien der Hauptversammlung am 16. April drei weitere neue Aufseher vorgeschlagen worden: Finanzchef Lothar Lanz, Ex-Vorstand Rudolf Knepper sowie der argentinische Unternehmer Martin Varsavsky. Aus dem Gremium ausscheiden werden demnach unter anderem Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme und der Otto-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Otto.

Brüssel will Import aus Krisenstaaten begrenzen

Der Handel mit wertvollen Rohstoffen wie Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold soll nach dem Willen der EU-Kommission nicht zur Finanzierung bewaffneter Konflikte beitragen. Importeure sollen deshalb künftig freiwillig die Herkunft ihrer Stoffe nachweisen, schlug die EU-Kommission vor. Die EU würde eine Liste vorbildlicher Unternehmen veröffentlichen. Die betroffenen Bodenschätze werden häufig in Ländern abgebaut, deren politische Lage instabil ist.

Sportartikelhersteller verfehlt Gewinnziel

Adidas hat wegen des Kursverfalls der Währungen in wichtigen Auslandsmärkten wie Russland und Argentinien sein Gewinnziel im vergangenen Jahr verfehlt. Zwar legte der Überschuss um 49 Prozent auf 787 Millionen Euro zu, geplant waren aber 820 bis 850 Millionen Euro. Auch der jetzt erzielte Gewinn ist immer noch ein Rekordwert. Der Umsatz schrumpfte im Gesamtjahr um 2,6 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro.