Verkehr

Jeder Deutsche steht jährlich 35 Stunden im Stau

Im vergangenen Jahr stand der deutsche Autofahrer im Schnitt 35 Stunden im Stau, immerhin eine halbe Stunde weniger als 2012 und sieben Stunden weniger als 2011.

In der europaweiten Negativhitliste landet Deutschland immer noch auf dem dritten Platz landet – allerdings weit abgeschlagen hinter Belgien, wo man sich 58 Stunden pro Jahr durch den Stau quält, und den Niederlanden (45 Stunden).

Herausgefunden hat das die Firma Inrix, ein US-ansässiger Anbieter von Verkehrs- und Reiseinformationen für Navigationsgeräte. Inrix beliefert unter anderem Garmin und Navigon. Gemessen wurden Verkehrsstörungen etwa über die Daten von Straßensensoren und Echtzeitdaten aus Fahrzeugen, die mit Navigationsgeräten ausgestattet sind.

In den 13 betrachteten europäischen Ländern geht die Verkehrssituation mit der wirtschaftlichen Entwicklung einher. So habe es besonders in Ländern, die 2013 mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatten und nur wenig oder sogar rückläufiges Wirtschaftswachstum verzeichneten, häufig auch weniger Verkehrsstaus als noch 2012 gegeben, etwa in Spanien und Portugal.

In Deutschland gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Großstädten. Rund 60 Stunden haben Fahrer in Stuttgart im Schnitt im Stau verbracht – der Spitzenwert. Darauf folgen Köln (56) und Karlsruhe (52). In Hamburg sind es 48, in Berlin 20 Stunden.