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Testing Technologies: Britische Spirent kauft Mehrheit der Berliner Firma ++ Sepa: Verbraucherzentrale warnt vor Phishing-Mails ++ Siemens: Konzern wehrt sich gegen Auftragssperre in Brasilien ++ Microsoft: Topmanager verlassen US-Technologiekonzern ++ Roche: Rückschlag bei wichtigem Krebsmedikament

Britische Spirent kauft Mehrheit der Berliner Firma

Der börsennotierte britische Telekom-Dienstleister Spirent übernimmt 58 Prozent des Berliner Technologieunternehmen Testing Technologies ITS. Die Berliner haben sich wie Spirent auf das Testen von Kommunikationssystemen spezialisiert. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Investitionsbank Berlin, die an Testing Technologies beteiligt war, hat sich von allen Anteilen getrennt. Spirent war bislang noch nicht in Berlin vertreten.

Verbraucherzentrale warnt vor Phishing-Mails

Kriminelle nutzen die Umstellung auf den EU-Zahlungsverkehr Sepa für sogenannte Phishing-Mails. Sie erhalten zurzeit verstärkt E-Mails im Namen ihrer Bank, die aber in Wahrheit von Betrügern stammen, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt. Darin werden sie aufgefordert, Zugangsdaten zum Online-Banking auf einer Webseite einzugeben – sonst könnten sie den Zugriff auf ihr Konto verlieren. Bankkunden sollten sich nicht einschüchtern lassen und die E-Mail am besten sofort löschen.

Konzern wehrt sich gegen Auftragssperre in Brasilien

Siemens will den befristeten Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen in Brasilien nicht hinnehmen. Der Konzern kündigte weitere Rechtsmittel gegen das entsprechende Urteil an. Der Bann betrifft einen einstelligen Prozentsatz des Geschäfts in Brasilien. Nach jahrelangem Rechtsstreit um die Folgen von Schmiergeldzahlungen vor mehr als zehn Jahren hatte ein brasilianisches Gericht bestätigt, dass Siemens zur Strafe für fünf Jahre von der Vergabe öffentlicher Aufträge auszuschließen sei.

Topmanager verlassen US-Technologiekonzern

Nach der Ernennung von Satya Nadella zum neuen Microsoft-Chef verlässt der ehemalige Skype-Chef Tony Bates das Unternehmen, wie das Technologieblog „Recode“ und die „New York Times“ berichten. Bates war ebenfalls als interner Kandidat für die Microsoft-Spitze gehandelt worden. Marketingchefin Tami Reller geht offenbar ebenfalls. Der ehemalige Politiker-Berater Mark Penn soll Chefstratege werden, hieß es weiter unter Berufung auf informierte Personen.

Rückschlag bei wichtigem Krebsmedikament

Dem Schweizer Pharmariese Roche droht ein teurer Flop. Ein unabhängiges Prüfgremium hat empfohlen, eine spätklinische Phase-III-Studie mit dem neuen Lungenkrebsmittel Onartuzumab zu stoppen. Die Experten kamen zum Schluss, dass eine Kombination aus dem Wirkstoff und dem Roche-Medikament Tarceva das Leben von Patienten mit einer speziellen Form von Lungenkrebs nicht merklich verlängert. Experten hatten dem neuen Medikament einem Milliardenumsatz zugetraut.