E-Commerce

Berliner Internetplattform EyeEm eröffnet Marktplatz für Fotos

Die Fotoplattform EyeEm beginnt mit der Vermarktung ihrer Bilder.

Wer EyeEm-Bilder kaufen oder verkaufen will, kann auf der Internetseite des Portals eine Einladung für den neuen Marktplatz beantragen, wie Gründer Florian Meissner in einer E-Mail an die Nutzer schrieb. EyeEm ist eine mobile Internetplattform, auf der Fotografen ihre Bilder veröffentlichen können.

Nutzer folgen Fotografen, deren Aufnahmen sie interessant finden und sehen diese Bilder in der dazugehörigen App. Man kann sich aber auch Bilder anderer Fotografen ansehen. Dazu bietet die Startseite mehrere Alben an. Darunter sind Sammlungen, denen ein Nutzer folgt, und solche, die EyeEm für interessant hält. Ferner gibt es die Möglichkeit Bilder zu kommentieren und – ähnlich wie bei Facebook – zu bewerten. Darüber hinaus stehen Filter zur Verfügung, mit denen Fotos – ähnlich wie beim US-Dienst Instagram – verfremdet werden können.

Meissner bezeichnete den Marktplatz als die „nächste Generation der Fotosuche“. Es soll auf EyeEm einfacher sein Fotos zu finden als auf herkömmlichen Datenbanken. Möglich wird das durch Stichworte (so genannte Tags), mit denen Fotografen ihre Bilder beim Hochladen beschriften. Das können Geo-Tags sein, die Auskunft über den Ort der Aufnahme geben, und Stichworte, mit denen der Inhalt des Bildes beschrieben wird. Fotografen sollen 50 Prozent der Erlöse erhalten, die mit den Bildern durch den Verkauf an Agenturen oder Medien erwirtschaftet werden. Die Bilder sollen nur mit Zustimmung des Fotografen verkauft werden.

Die Fotoplattform wurde Anfang 2011 gegründet. Das Start-up mit Büros in Berlin-Mitte hat 25 Mitarbeiter. Investoren steckten bisher sechs Millionen Dollar (4,4 Millionen Euro) in EyeEm. Allein fünf Millionen Dollar stammen aus einer Runde vom Juni 2013 mit Earlybird als führendem Investor.