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Helios: Klinikkonzern kündigt Stellenabbau an ++ Bosch: Milliardengeschäft mit dem vernetzten Auto erwartet ++ Weltbank: 1,2 Milliarden Dollar Hilfe für kriselndes Tunesien ++ Euro-Zone: Troika bescheinigt Portugal erfolgreiche Sanierung

Klinikkonzern kündigt Stellenabbau an

Nach der Übernahme der meisten Rhön-Klinikum-Krankenhäuser will der Berliner Klinikkonzern Helios Stellen streichen. „Wir wollen regional stärker zusammenarbeiten, als das vielleicht bei Rhön der Fall war“, sagte Helios-Chef Francesco De Meo der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es werde daher besonders in der Regionalverwaltung zu einem Stellenabbau kommen, allerdings nur „über die Zeit, in kleinem Maße“. Konkrete Zahlen nannte er nicht. Die Berliner Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Helios hatte 38 Krankenhäuser und elf medizinische Versorgungszentren von Rhön übernommen.

Milliardengeschäft mit dem vernetzten Auto erwartet

Der Autozulieferer Bosch verspricht sich viel von Dienstleistungen rund um das vernetzte Auto. „Diese Services sehe ich als Milliardengeschäft in den nächsten sechs bis acht Jahren“, sagte der für die Kraftfahrzeugtechnik zuständige Geschäftsführer Wolf-Henning Scheider. Der Technikkonzern arbeitet nicht nur am automatischen Notruf, sondern auch etwa an Bezahlfunktionen von Ladestationen für E-Fahrzeuge. Mit Fahrer-Assistenz-Systemen wie Parkhilfen werde Bosch bereits 2016 mehr als eine Milliarde Euro umsetzen, sagte Scheider. Der Konzern setzte im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen 46,4 Milliarden Euro um.

1,2 Milliarden Dollar Hilfe für kriselndes Tunesien

Die Weltbank unterstützt Tunesien mit einem Hilfspaket von 1,2 Milliarden Dollar (870 Millionen Euro). Damit sollen in dem nordafrikanischen Land die kriselnde Wirtschaft angekurbelt und Reformen beschleunigt werden. 750 Millionen Dollar sind allein für Reformen vorgesehen, mit denen die Regierung Wachstum und neue Arbeitsplätze schaffen soll. Nach dem Sturz des Diktators Ben Ali 2011 ist die Wirtschaft in Tunesien um zwei Prozent geschrumpft. Die Unruhen in dem Land und die Wirtschaftskrise in Europa, dem wichtigsten Handelspartner des Landes, verhinderten seitdem ein dringend benötigtes Wachstum. Die Arbeitslosigkeit in Tunesien liegt derzeit bei rund 17 Prozent.

Troika bescheinigt Portugal erfolgreiche Sanierung

Die internationalen Geldgeber sehen Portugal auf einem guten Weg hin zur wirtschaftlichen Gesundung. Im Bericht der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) heißt es, das Land müsse aber an vereinbarten Reformen festhalten. Portugal hofft, im Juni den Euro-Rettungsschirm verlassen zu können. Das Land hatte im April 2011 insgesamt 78 Milliarden Euro Finanzhilfen von EU und IWF erhalten. Dem Prüfbericht zufolge wächst die Wirtschaft in diesem Jahr um voraussichtlich 1,2 Prozent, geplant waren 0,8 Prozent. Die Arbeitslosigkeit soll von 16,8 auf 15,7 Prozent sinken.