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Defekte Heckklappe: Volkswagen ruft weltweit Autos zurück ++ Konsumklima: Deutsche hoffen auf höheres Einkommen ++ Bayer: Milliarden-Übernahme in Norwegen geglückt ++ Strauss Innovation: Mehrere Filialen vor der Schließung

Volkswagen ruft weltweit Autos zurück

Volkswagen ruft weltweit rund 589.000 Fahrzeuge seines Modells Caddy in die Werkstätten zurück. An dem bei Handwerkern beliebten Auto könne sich bei Wagen aus dem Bauzeitraum zwischen November 2003 und Januar 2013 die Befestigung der Gasdruckdämpfer an der Heckklappe lösen, so VW am Mittwoch. In Deutschland seien 284.000 Fahrzeuge betroffen. An Caddy-Modellen mit Heckklappe könnten die Kugelbolzen, an denen die Gasdruckdämpfer der Klappe am Fahrzeug befestigt seien, von einer Vorschädigung betroffen sein. Um ein Zufallen der Heckklappe infolge eines Ablösens des Kugelbolzens zu vermeiden, soll bei der Rückrufaktion eine neue Halterung des Gasdruckstoßdämpfers montiert werden.

Deutsche hoffen auf höheres Einkommen

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland steigt und steigt – inzwischen ist sie so gut wie seit sieben Jahren nicht. Zwar schätzten die Bürger die Entwicklung der Konjunktur minimal schlechter ein als im Vormonat und zeigten sich auch nicht mehr ganz so offen für größere Anschaffungen. Doch die Menschen rechnen mit mehr Geld im eigenen Portemonnaie und legen davon nur wenig zurück – die Sparneigung blieb auch im Februar extrem niedrig, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Deutschen geben ihr Geld vermehrt für Dienstleistungen und Erlebnisse aus. Der Einzelhandel profitiert von der Entwicklung nur wenig.

Milliarden-Übernahme in Norwegen geglückt

Bayer hat die milliardenschwere Übernahme der norwegischen Pharmafirma Algeta perfekt gemacht. Deutschlands größter Arzneimittelhersteller erhielt für sein Kaufangebot Zusagen für 97,28 Prozent der Algeta-Aktien, wie der Pharma- und Chemiekonzern mitteilte. Die Leverkusener hatten für die Übernahme zur Bedingung gemacht, dass sie mindestens 90 Prozent der Algeta-Aktien einsammeln können. Für den Krebsspezialisten aus Oslo zahlt Bayer insgesamt 2,1 Milliarden Euro. Bayer will Algeta nun von der Börse nehmen, die Algeta-Minderheitsaktionäre sollen zwangsausgeschlossen werden.

Mehrere Filialen vor der Schließung

Mehreren Filialen der in finanzielle Schieflage geratenen Warenhauskette Strauss Innovation droht schon bald die Schließung. Der für die Sanierung des Unternehmens zuständige Manager Hans Peter Döhmen sagte der „Rheinischen Post“: „Manche Filialen machen bis zu einer halben Million Euro Verlust. Da ist der Weiterbetrieb kaum zu verantworten.“ Nicht zukunftsfähige Standorte sollten bis Mitte des Jahres geschlossen werden.Wie viele der 1400 Arbeitsplätze bedroht sind, ließ er ebenfalls offen. Döhmen betonte, dass mehr als drei Viertel der 96 Filialen profitabel seien. In wenigen Monaten soll die Kette einen neuen Besitzer haben.