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Internet: Telekom testet Technik für schnellere Kupferleitungen ++ Verkehr: Immer mehr Taxifahrer sitzen in Hybridautos von Toyota ++ Energie: Brüssel will EEG-Streit mit Deutschland rasch beilegen ++ Zinsen: Moody's droht Italien nicht mehr mit Herabstufung

Telekom testet Technik für schnellere Kupferleitungen

Die Deutsche Telekom hofft, dank einer neuen Technologie ohne den Umstieg auf Glasfaser-Leitungen auf den letzten Metern zum Kunden auszukommen. Der Konzern wolle in diesem Jahr Feldversuche mit der Technik „G.fast“ starten, berichtete die „Wirtschaftswoche“. Die Technologie soll auch mit Kupferleitungen Übertragungsgeschwindigkeiten von 500 Megabit pro Sekunde auf einer Entfernung von bis zu 250 Metern erlauben. An dem Standard dafür wird allerdings noch gearbeitet. Mit bisherigen Verfahren ist bei Kupferleitungen bei 100 Megabit pro Sekunde Schluss. Die Telekommunikations-Anbieter bauen derzeit die Netze unter anderem für Videodienste in sehr hoher Qualität aus.

Immer mehr Taxifahrer sitzen in Hybridautos von Toyota

Immer mehr Taxibetriebe setzen laut „Wirtschaftswoche“ auf Hybrid-Modelle des Herstellers Toyota. Dies gehe vor allem auf Kosten von Marktführer Mercedes-Benz. In Berlin ist demnach nur noch jedes zweite neu zugelassene Taxi ein Diesel von Mercedes – ein Drittel seien bereits Toyota-Hybridautos, die auf Teilstrecken rein elektrisch fahren können. Auch in anderen Großstädten komme Mercedes unter Druck – in München etwa habe der größte Taxiunternehmer das letzte Dieselfahrzeug außer Betrieb genommen und gegen ein Elektroauto des US-Herstellers Tesla ersetzt. Ein Großteil der Flotte bestehe aus Hybridautos von Toyota.

Brüssel will EEG-Streit mit Deutschland rasch beilegen

Die EU-Kommission will den Streit mit Deutschland um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einem Bericht zufolge rasch beilegen. Die strittigen Punkte ließen sich alle lösen, zitierte die „Wirtschaftswoche“ aus der Kommission. Am Montag ist EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia zu Gesprächen über das Streitthema in Berlin. Die Kommission hatte im Dezember ein Untersuchungsverfahren eingeleitet. Sie hegt den Verdacht, dass die Befreiung mancher deutscher Unternehmen von der EEG-Umlage den Wettbewerb in der EU verzerren könnte. Der Umgang mit diesen Rabatten sei am schwierigsten, schrieb die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf die Kommission.

Moody's droht Italien nicht mehr mit Herabstufung

Die Ratingagentur Moody's droht Italien trotz der politischen Unsicherheit nicht mehr mit der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. Die Bonitätsnote bleibe aber bei „Baa2“, teilte Moody's mit. Dies sind zwei Stufen über dem sogenannten Ramschniveau. Der Ausblick für das Rating wurde jedoch von negativ auf stabil angehoben. Moody's geht davon aus, dass Italien die Politik der Haushaltskonsolidierung fortsetzen wird. Daran ändere auch der Rücktritt von Regierungschef Enrico Letta nichts. Die Ratingagentur Standard & Poor's gibt Italien mit „BBB“ die gleiche Note wie Moody's. Fitch bewertet Italien mit „BBB “ etwas günstiger.